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SWAT 4

Preis: ca. EUR 40,-

Entwickler:

Irrational Games

Erschienen bei:
Vivendi Universal

Im vierten Teil der populären Taktik-Shooter Serie befehligt Ihr auf ein Neues ein SWAT–Einsatzkommando. In 13 voneinander unabhängigen Missionen legt Ihr Mördern, Waffenschmuggler, Drogendealer, Bankräubern und anderen dunklen Gesellen mit Waffengewalt und Teamplay gekonnt das Handwerk.

Für Neueinsteiger hält das Spiel ein informatives Turtorial parat. Hier lernt Ihr die verschiedenen Waffengattungen kennen und bekommt einen Schnellkurs in Sachen Teamführung. Neben den üblichen Standardwummen wie Sturmgewehr und Schrottflinte gibt es in SWAT 4 auch viele nicht tödliche Spezialwaffen. Gummigeschosse aus einer speziellen Schrottflinte sorgen für schmerzhafte blaue Flecken anstatt eines Blutbads und Pfeffergeschosse aus der Pepper-Gun treiben den Gangstern im wahrsten Sinne des Wortes die Tränen in die Augen. Elektroschocker und Blend- Tränengas- sowie Hartgummikugelgranaten runden das Arsenal ab. Verschlossene Türen werden nach Möglichkeit leise per Dietrich, oder wenn es nicht anders geht, mit kleinen Sprengstoffladungen geöffnet, wobei Ihr mit Hilfe einer Teleskop-Minikamera erstmal die Lage hinter der Tür sondieren solltet.

Jede Mission beginnt mit einer Planungs- und Ausrüstungsphase. Ihr erhaltet einen Plan des Zielgebäudes sowie Informationen über Opfer und Täter. Je nach Schwierigkeitsgrad gibt es Abzug für das Töten eines Verbrechers. Da Ihr für das Freischalten des nächsten Auftrags einen bestimmten Punktestand benötigt, sollte man also besser versuchen, die Täter lebend zu ergreifen. Stirbt eine Geisel, habt Ihr die Mission automatisch verloren. Die Festnahme eines Verdächtigen/ Täters erledigt Ihr in SWAT 4 per Handschellen. Um diese jedoch anlegen zu können muss sich die Person erst einmal ergeben, was nicht immer einfach ist, da die Gangster zunächst auf alles feuern, was eine Polizeimarke trägt. Erst durch den Einsatz von nicht tödlichen Waffen werden diese gefügig und lassen sich verhaften. Die vier Teamkollegen steuert man im Einsatz nicht direkt sondern bequem über ein übersichtliches Befehlsmenü in der 3D-Umgebung.

Bei Bedarf kann sich die Truppe teilen und so Zangenbewegungen ausführen. Ein kleines Videofenster am rechtern Bildschirmrand zeigt dann die aktuelle Position des zweiten Teams. Es bedarf allerdings reichlich Übung, um einen koordinierten Angriff von zwei Seiten wie das Erstürmen eines Raums durchzuführen, da die Entwickler es leider verpasst haben, einen Simultan-Befehl in das Spiel zu integrieren. Grafisch kann sich SWAT 4 nicht mit der opulenten Optik derzeitiger Top-Titel messen. Doch dafür stimmt die Atmosphäre zu 100%, welche durch die markigen Aussprüche der Teamkollegen und einem realistischen Waffensound noch unterstützt wird. Die Missionen sind durchweg spannend, die Level gut durchdacht und die KI der Teamkollegen glücklicherweise auf hohem Nievou. Wer mag, kann seine künstliche Gefährten durch menschliche Mitspieler ersetzen und im Koop-Modus antreten. Für Mehrspieler-Freude sorgen auch ein Death-Match, Personenschutz und Bombenentschärfungs-Modus, wo ihr Im Stile von Counterstike auch die „Bösen Buben“ spielen dürft.
Fazit: Wer auf Taktik-Shooter steht sollte sich dieses Spiel unbedingt anschauen. Es lohnt sich!

Sven Eggen


Systemvoraussetzungen:
Windows 98/2000/XP
CPU mit 1 GB
256 MB RAM
64 MB Grafikkarte
2 GB HD