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Tiger Woods PGA Tour 2005

Preis: ca. EUR 40,-

Entwickler:
EA Sports

Erschienen bei:
Electronic Arts

Franz Beckenbauer tut es, Howard Carpendale auch – nein ich meinte nicht Kinder zeugen, sondern Golf spielen. Ich habe keine Ahnung, wo die Magie dieses Sports liegt. Vielleicht weil Golf lange Zeit den Reichen vorbehalten war und in exklusiven Clubs zelebriert wurde. Mehr und mehr wird das Ganze aber zum Breitensport, doch noch immer gilt, wer was auf sich hält der spielt Golf. Die Popularität dieser Sportart zeigen auch die immer wieder erscheinenden Golfspiele wie Leaderboard oder eben die Tiger Woods Reihe.

Der gute Tiger ist nicht nur im richtigen Leben so was wie die Referenz für Golf, sondern auch als PC Spiel. Auch dieses Jahr haben EA wieder auf die True Swing Technik zurückgegriffen. Bei der dem Ball mittels Maus Effet und Schwung mitgegeben werden dürfen. Dazu gibt es ein neues Putting- und Chipping-System, das bietet die totale Kontrolle über das Grün. Die Spieler entscheiden selbst über die Ballposition, ob sie einen geraden Schlag ausführen oder ob sie einen Fade oder einen Draw schlagen möchten. Es stehen aber nach wie vor noch die bewährten Zwei- und Drei-Klick Methoden zur Verfügung. Vor dem Schlag gilt es evtl. Unregelmäßigkeiten im Gelände einzukalkulieren. Damit das Ganze dann nicht nur beim Schlag sondern auch im Flug und vor allem beim Landen und „Ausrollen“ gut aussieht, hat man die Ballphysik verbessert.

Überhaupt sieht das Game auch dieses Jahr extrem schick aus, wie es sich halt für den noblen Sport gehört. Die Grafik macht etwas her. Die Spieler sehen dank der so genannten Game Face-Technologie sehr realistisch aus. Das fällt auch in den Animationen bei den Abschlägen, Putts und natürlich bei den Jubelszenen auf. Man kann den eigenen Spielercharakter bearbeiten, und dabei verschiedenste Körperpartien wunderbar abgleichen. Man kann ein junges Supertalent oder einen alten Hasen kreieren. Verändert werden kann fast alles, das Erscheinungsbild, ob dick oder dünn, Glatze oder Afro, tätowiert oder Sommersprossen, die Kleidung und sogar Accessoires wie Stirnbänder, Diamantringe, Schuhe der verschiedensten Art. Sogar der Spielstil des Golfers kann verändert werden. Dem eigenen Ego darf man dann natürlich auch einen Namen geben und eine Karriere mit ihm beginnen. Die Karriere kann mit dem 52-wöchigen PGA TOUR-Eventkalender bis zu 10 Saisons lang gespielt werden. Als Konkurrenten trifft man dabei auf 15 neue PGA Tour-Spieler, einschließlich Tiger Woods himself, John Daly, Vijay Singh, Charles Howell III, Notah Begay III, Jesper Parnevik… außerdem stehen 14 neue Fantasie-Charaktere zur Verfügung – also genug Ansporn!

Später kann man dann von den Preisgeldern den Spieler noch trainieren, indem man Attribute wie Schlagkraft oder Genauigkeit kauft. Dadurch werden dann im Laufe des Spiels weitere Kapitel frei, in denen man abermals weitere Stärken trainieren kann. Auch an den Kursen darf diesmal geschraubt werden. Electronic Arts nennt das „TigerProofing“. Mit den bei Turnieren zu gewinnenden Legendenmünzen kann man diese Kursveränderungen erkaufen. Nun kann man die Kurse nach seinen eigenen Bedürfnissen und Wünschen zusammenstellen. Durch verlängerte Tees, schwierigere Fairways, drastische Höhenunterschiede im Green, tiefere Bunker, höhere Roughs und vieles mehr modifiziert der Spieler seinen Kurs. Man kann die Länge des Abschlags verändern, die Breite der Fairways und des Greens und sogar die Farbe der Blätter an den Bäumen. Außerdem kann man die Feuchtigkeit auf dem Kurs und die Jahreszeit, in der er gespielt wird, selbst bestimmen. Insgesamt stehen jetzt 14 Kurse zur Verfügung. Darunter acht neu lizenzierte Kurse und zwei neue Fantasie-Kurse. Unter den neuen Kursen für Konsolen befindet sich Coeur d’Alene und Colonial Country Club.

Patrik „Happy Gilmore“ Hodapp

Systemvoraussetzungen:
Windows 98/2000/ME/XP
Pentium III 500 Mhz
128 MB RAM
32 MB Grafikkarte
DirectX 9.0b kompatible 3D-Grafikkarte