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Tribes Vengeance

Preis: ca. EUR 35,-

Entwickler:
Irrational Games

Erschienen bei:
Vivendi Universal

Die bisher nur in Multiplayer-Kreisen bekannte Tribes-Serie geht in die dritte Runde. Mit der Neuauflage „Tribes Vengeance“ wurde jetzt erstmals auch eine knapp 10-stündige Singel-Player-Kampagne integriert.

Die Story erzählt von den zwei rivalisierenden Clans, als da wären: Die Tribes und die Imperialen. Beide Parteien sind schon seit Jahrzehnten verfeindet und kämpfen unermüdlich gegenein-ander. Die etwas verwirrende Geschichte der Singel-Player-Kampagne, erzählt von Prinzessin Julia, der besten Kämpferin der Imperialen handelt von verbotener Liebe, Machtgier und natürlich Rache. Allerdings wechselt die Story ständig von einer Zeit in die nächste, sodass am Ende niemand mehr so richtig durchblickt, was denn nun abgeht. Dafür kann man sich über Abwechslung nicht beklagen. Als Rebell düst Ihr mit dem Raketenrucksack über gigantische Außenareale und werft Granaten auf feindliche Stützpunkte oder kämpft Euch per Jetpack durch große Innenareale von Etage zu Etage nach oben.

In einer anderen Zeit müsst Ihr als noch kleiner Dreikäsehoch aus einem Raumschiff flüchten oder fliegt mit einem Minihelikopter durch verzweigte Gänge und feuert aus allen Rohren mit Raketen. Das Jetpack ist ein entscheidendes Element in Tribes. Mit seiner Hilfe könnt Ihr auf riesige Anhöhen schweben, um auf der anderen Seite per Schlitterfunktion wieder hinunter zu gleiten. Die Steuerung von Tribes Vengeance ist hierbei sehr eingängig und geht nach etwas Übung in Fleisch und Blut über. Die Energie des Flugtornister hält nur für begrenzte Zeit, lädt sich jedoch von alleine wieder auf. Die 16 Multiplayer-Karten sind mitunter recht groß ausgefallenen Levels ausgestattet und auf den Gebrauch des Jetpacks und der Gleitfunktion perfekt abgestimmt. Für längere Wege könnt Ihr Jeeps und Fluggerät besteigen.

Waffen stehen an Ausrüstungskonsolen zur Abholung parat und erscheinen nicht wie sonst einfach mitten im Level. Auch die Panzerung lässt sich, von leicht bis schwer, an solchen Stationen wechseln. Doch Vorsicht! Wählt Ihr den stärksten Schutzanzug, seid Ihr auch deutlich langsamer und damit besser zu treffen. Zehn Waffen stehen Euch in Tibes zur Verfügung. Den eher schwachen Blaster und das Energieschwert solltet Ihr nur im absoluten Notfall einsetzten, die Wirkung ist einfach zu gering. Da sind Energieschrotflinte oder der Spinfusor, welcher explodierende Scheiben verschießt, schon eine besserer Wahl, um seinen Gegnern das Leben schwer zu machen. Bei der Optik müsst Ihr Abstriche in Kauf nehmen. Die verwaschenen Texturen und detailarmen Charaktere lassen das Spiel recht altbacken aussehen. Dafür protzen die Außenareale mit enormer Weitsicht und malerischen Landschaften. Auch die schicken Explosionen können sich sehen lassen. Wer ein gelungenes Ballervergnügen sucht und bei der Grafik ein Auge zudrücken kann, liegt hier goldrichtig.

Sven Eggen

Systemvoraussetzungen:
Windows 98/2000/ME/XP
CPU mit 1,3 GB
256 MB RAM
3 GB HD
64 MB Grafikkarte
DVD-Laufwerk