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Unreal II -
The Awakening

Preis: ca. EUR 30,-

Entwickler:
Epic Games

Erschienen bei:
Atari

Seit fast vier Jahren warten die Unreal Fans nun auf den groß angekündeten Nachfolger Unreal II - The Awakening. Dementsprechend hoch sind natürlich auch die Erwartungen an das Spiel.

Wie auch beim Vorgänger ist es wieder Eure Aufgabe, auf fremden Planeten vielen bösartigen Aliens, die dort ihr Unwesen treiben, den Garaus zu machen. Als Ex-Marine John Dalton arbeitet Ihr für die terranische Kolonialbehörde auf dem Patrouillenschiff Atlantis und dürft Euch in abgelegenen Ecken des Weltalls herumtreiben. Zu Begin bekommt man eine kleine Trainingseinheit, nach der man dann auf das Einsatzschiff gelangt. Dort angekommen führt Euch die hübsche Aida durch das Schiff und ihr lernt den Waffenexperten Isaak und den Alien-Piloten Ne´Ban kennen. Bereits kurz vor Eurer Ankunft am Raumschiff bekam die Crew einen Notruf von einem nicht weit entfernten Planeten, zu dem Ihr Euch nun auf den Weg macht. Als Ihr dort ankommt, findet Ihr nicht nur eine Menge an Toten sondern auch eine Menge an fiesen Aliens, die Euch das Leben schwer machen. Die Story selbst wird zum einen durch die Briefings und die Geschehnisse in den Missionen, zum anderen durch Zwischensequenzen zusammengehalten. Letztere sind zwar optisch ansprechend, werden aber schnell langweilig, da sehr oft einfach nur Landeanflüge der Atlantis auf die diversen Planeten gezeigt werden. Besonders ärgerlich deswegen, weil sich viele der Sequenzen nicht abbrechen lassen. In den vielen Missionen, die ihr absolvieren müsst, ragt vor allem das Leveldesign heraus. Der wohl größte Knackpunkt an Unreal 2 ist die Spannung. Wird man gerade am Anfang noch von der Grafik und der schönen Action immer weiter beflügelt, lässt einen die ziemlich dünne Storyline doch langsam immer weiter absinken. Nach einer Weile verkommt das Spiel hier leider zu einem recht tristem "such das Artefakt und weiter geht's zum nächsten Stück". Das ist, da das Spiel rein auf Singleplayer ausgelegt ist, umso enttäuschender. Zum Töten der Gegner stehen einem nur ganze 15 Waffen zur Auswahl, die aber jeweils noch über einen Sekundär-Modus verfügen. Zudem ist es Möglich verschieden Arten von Geschützen im Level zu errichten, bei denen die Raumschiffcrew bei der Errichtung mithelfen, indem man ihnen den Auftrag dafür erteilt. Etwas schade ist, dass man diese Geschütze nicht selber bedienen kann wie das zum Beispiel bei "C&C-Renegade" oder "Codename Eagle" möglich ist. Die Kämpfe an sich sind oft ein wenig zu hektisch, und man bekommt vor lauter Animationen nicht gleich mit, woher man eigentlich angegriffen wird. Wenn mal nicht die Waffen sprechen, ist ebenfalls eher simple Kost angesagt. Die Levels sind durch die Bank linear und einfach gehalten, ähnlich sieht es mit den Aufgaben aus. Nur ein- oder zweimal wird die Geschicklichkeit bei Sprungeinlagen gefragt. Gelegentliche Schalterrätsel sind schnell gelöst, da sich selbige meist im gleichen Raum befinden oder Ihr per Funk Weisung bekommt, was zu tun ist. Grafisch ist Unreal II durchaus auf dem neusten Stand der Dinge, wobei UT 2003 das Ganze noch etwas besser präsentiert. Die Levels in Unreal II sind aber auch sehr gut gelungen, so wiegen sich einzelne Grashalme im Wind und die großen Gebäude wirken gigantisch. Diese Grafikpracht benötigt aber leider auch eine enorme Rechenpower, so kann es sein, dass Ihr mit einer mittelmäßigen Grafikkarte schon den Anforderungen nicht nachkommen könnt. Was die Geräuschkulisse angeht, ergibt sich ein sehr gemischtes Bild. Die Waffensounds schwanken von satt und fett bei der Schrotflinte bis zu schwächlich bei der Assault Rifle. Insgesamt kracht und rummst es bei den Fights aber mächtig, so dass einzelne Schwächen im Feuerwerk untergehen. Ein kleines Manko gibt es aber doch. Die extrem langen Ladezeiten die oft mehr als nur einmal in einem Level auftreten, erinnern fast schon an Konsolenspiele bei denen auch oft das "Loading" einem den Nerv raubt. Oft dauern die Ladezeiten sogar länger als eine Minute. Alles in allem ist Unreal II aber für 3D-Shooter Fans sehr zu empfehlen.

Tobias Mast

Systemvoraussetzungen:
Windows 98/00/ME/XP
Pentium III 733 MHz
GeForce 2MX
256 MB RAM
8x CD ROM
3 GB HDD
DirectX 8 kompatible Soundkarte