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Unreal Tournament 2004

Preis: ca. EUR 45,-

Entwickler:
Epic Games

Erschienen bei:
Atari

Eine der populärsten Multiplayer-Serien im Ego-Shooter-Bereich geht in die nächste Runde. Die Rede ist von Unreal Tornament 2004. Mit nochmals leicht aufgebohrter Grafik, einer nie dagewesene Anzahl an Spielmodi, fahrbaren Untersätzen und Fluggerät ist der neueste Spross der Unreal-Reihe der wohl umfangreichste den es je gab.

UT-2004 bietet für beide Solo- und Multiplayer-Spieler eine breite Paillette an Modi zur Auswahl. Neben den Klassikern Deatch-Match, Bombing Run, Capture the Flag, Double Domination und endlich auf Wunsch vieler Fans wieder mit von der Partie der Assault-Modus, hält das Spiel noch die brandneuen Invasion- Mutant, Last man Standing und natürlich das absolute Highlight, den Onslaught-Modus parat. Wichtigste Neuerung gegenüber UT 2003 sind die die sechs Fahrzeuge und Flugvehikel, mit denen ihr im Onslaught-Modus über die deutlich größeren Maps fegen könnt. Per Scorpion Buggy, Manta-Hovercraft, Hellbender-Jeeb oder Goliath Panzer leeren sieh den feindlichen Truppen das fürchten. Die Steuerung ist dabei recht unkompliziert ausgefallen lässt aber trotzdem gefühlvolle Drifts zu. Wahlweise könnt ihr dabei das Fahrzeug von hinten betrachten oder die eher unübersichtliche Cockpit-Perspektive wählen. Alle Vehikel sind mit Bordwaffen bestückt und können je nach Fahrzeug mehrer Teamkameraden aufnehmen, welche falls vorhanden die sekundären Bordwaffen bedienen können. Außerdem besitzen die meisten Fahrzeuge einen sekundären Feuermodus. So kann der langsame aber schwer gepanzerte Leviathan-Panzer sich im Boden Verankern und schießt dann anstatt zielsuchender Raketen einen brandgefährlichen Energiestrahl ab. Der Scorpion-Jeep kann seitlich messerscharfe Klingen ausfahren und verursacht ein wahres Gemetzel wenn ihr damit in einen Gegnerbulk hineinfahrt. Ziel des Onslaught-Modus ist die Zerstörung des feindlichen Reaktors. Hierfür müsst ihr Knotenpunkte/Energierelais besetzen (ähnlich einer Stromleitung) und so eine Verbindung zum gegnerischen Reaktor herstellen um diesen schlussendlich zerstören zu können. Dabei ist eine gute Portion Teamplay gefragt, womit der Titel schon fast die taktische Tiefe eines 1942 erreicht. Neben den altbekannten Schießprügeln wartet das Spiel natürlich auch mit neuen Waffen auf. Das Scharfschützengewehr ( bekannt aus Teil 1) ist auf weite Entfernung eine äußerst tödliche Waffe, verrät allerdings die Position durch eine starke Rauchentwicklung. Der Granatwerfer feuert Selbsthaftende Granaten ab welche auch an Fahrzeugen kleben bleiben und per Knopfdruck zur Explosion gebracht werden. Spinnenminen die einmal platziert von selbst auf den Gegner zueilen und Selbstfeuernde Waffengeschütze runden das Arsenal ab. In Sachen Leveldesign haben sich Epic sichtbar ins Zeug gelegt und 47 erstklassige Maps gebaut, welche sowohl von der Optik als auch Design kaum Wünsche offenlassen. Ob abgefahrene Innenlevels, auf einem Asteroiden im Welltraum, in einer Unterwasserstadt oder weiträumige Außenareale teils außerirdischer oder heimischer Fauna, für Abwechslung ist allemal reichlich gesorgt. Solo-Zocker stellen sich aus den 50 Spielfiguren ein eigenes Team zusammen und spielen nach und nach sämtliche Modi frei. Per Headset mit Mikrophone könnt ihr eueren Bots sogar Befehle wie verteidige mich erteilen. Die Geräuschkullise ist wie schon beim Vorgänger erstklassig ausgefallen und lässt im Zusammenspiel mit einem 6.1 Boxensystem erst richtig ihre Muskeln spielen. Fazit: Das beste UT das es jemals gab. Unbedingt zugreifen.

Sven Eggen

Systemvoraussetzungen:
Windows 98/ME/2000/XP
CPU mit 1,0 GHz
265 MB RAM
5,5 GB Festplatte
64 MB Grafikkarte