Archiv>> PC  
 

Vermeer 2

Preis: ca. EUR 30,-

Entwickler:
Ascaron

Erschienen bei:
Take 2 Interactive

Es gibt da so ein paar alte Klassiker, die werde ich wohl nie vergessen. Zu nennen sind The Bard´s Tale, Wasteland, Gauntlet, Ultima oder Eye Of The Beholder im Rollenspielsektor. Superstar Eishockey oder Wayne Gretzky Hockey im Sportsektor oder Ports of Call, Kaiser, MadTV und Vermeer im Wirtschaftssimulationssektor. Vermeer, gibt’s da nicht was, nein nicht von Ratiopharm sonder was Neues?

Ja, gibt es! Der Klassiker aus dem Jahre 1987 erschien damals für C64 und den Atari ST. Die Story von damals ist relativ fix erklärt, dem Onkel des Spielers wurden wertvollen Gemälde gestohlen und es galt, diese wiederzubeschaffen. 1997 wurde das Spiel dann von Ascaron um- bzw. fortgesetzt „Vermeer – Die Kunst zu erben“ hieß es damals. Die Spielidee blieb dieselbe, mit ein paar netten Neuerungen neu z.B. einem Mehrspielermodus. Vermeer 2 ist nun das neue Release aus dem Hause Ascaron und spielt wie die beiden bereits genannten Enkel in den 20er Jahren. Die Story so far: Der wohlhabende Onkel Walter von Grünschildt lädt die Verwandtschaft zur Testamenteröffnung ein. Dort erfährt der Spieler dann in einem Intro, dass die Gemäldesammlung (mal wieder) gestohlen wurde.

Wer also nach dem Tod die Habe des wahnsinnig reichen Onkels erben will, muss so viele der Bilder beschaffen wie möglich. Wenigstens darf man sich noch aussuchen ob das Spiel mit dem Tod des Onkels oder nach einem bestimmten Spielziel endet. Dieses kann dann entweder am Vermögen oder den wiederbeschafften Gemälden festgemacht werden. Ansonsten kann noch die KI der Computergegner sowie eine Spieldauer zwischen kurz, mittel und lang gewählt werden. Dann beginnt das Spiel. Alle fünf Mitglieder des Familienclans gehen hinaus in die Welt. Das Startkapital muss investiert und vermehrt werden. Je nach Kontinent bzw. Land kann Kaffee, Tee, Kakao oder Seide angebaut werden. Natürlich müssen dazu Arbeiter eingestellt werden. Auf den Plantagen werden dann Waren zum verkaufen produziert, um später mit dem Gewinn auf den Märkten von London oder New York zu verkaufen. Damit kann man dann in die Schlacht um die Gemälde eingreifen und auf Auktionen mitbieten. Doch die Konkurrenz ist hart und die Verwandtschaft fies wie eine Harnwegsinfektion. Die Gemälde zu ergattern ist am Ende nämlich gar nicht so einfach.

Die Konkurrenz ist hart und außerdem ist so mache Fälschung auf dem Markt. Beim Abliefern in der Galerie des Onkels sagt uns Onkelchen auch immer gleich, ob es sich um ein Original oder eine Fälschung handelt und wir damit das hart verdiente Geld verschwendet haben. Um dem Vorzubeugen, gibt es aber ein neues, wirklich lustiges Gimmick. Man kann nämlich auf der Akademie etwas über die die diversen Kunstrichtungen lernen und dann bei der Auktion die dem Spiel beiliegende „Decoder-Brille“ aufsetzten. Die Brille macht es möglich, ein Textfeld unterhalb des Bildes zu dechiffrieren – taucht ein Bild von Kunstfälscher Vico Vermeer auf, dann kann selbst Onkelchen später nicht das Original von der Fälschung unterscheiden – gut für uns – solange er uns nicht auf die Schliche kommt. Passiert das, verliert man nämlich Punkte. Es gibt noch einige nette weitere Features, doch ich will an dieser Stelle nicht alles vorweg nehmen. Wer die Vermeer Teile früher mochte, wird Vermeer 2 auch mögen. Die Grafik ist zeitgemäßer und das Spielkonzept wurde übernommen. Wer damals Spaß daran hatte zu wirtschaften, zu handeln und sich mit der lieben Verwandtschaft herum zu schlagen, der kommt auch diesmal voll auf seine Kosten.

Patrik „Chiquita“ Hodapp

Systemvoraussetzungen:
Win 98/ME/2000/XP
Pentium III 700 MHz
256 MB RAM
600 MB freier Festplattenspeicher
32 MB Grafikkarte
DirectX fähige Soundkate
CD-ROM-Laufwerk
DirectX 9.0