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Virtua Tennis

Preis: ca. EUR 25,-

Entwickler:
Sega

Erschienen bei:
Empire Interactive

Sega präsentiert mit Virtua Tennis eine mehr als gelungene Umsetzung des Arcade-Hits. Das Spiel besteht hauptsächlich aus zwei Komponenten. Da wäre zum Einen das Ouick-Tournament, für ein schnelles Match zwischendurch, wie es die meisten schon von der Spielhalle her kennen, und zum Anderen der neu hinzugekommene World-Circuit.

Zur Auswahl stehen am Anfang acht Tennis-Cracks wie der Russe Kafelnikov oder unser Käppi-Träger Tommy Haas. Fans weiblicher Tennis-Star beißen frustriert in den Schläger, da es die Entwickler aus unerfindlichen Gründen nicht für nötig hielten, diese ins Spiel aufzunehmen. Im Ouick-Tournament schlagt Ihr Euch, wahlweise im Einzel oder Doppel, durch verschiedene bekannte Turniere wie die Australien Open oder Wimbledon, wobei auf Wunsch der Computer den fehlenden Doppel-Partner ersetzen kann. Im World-Circuit hingegen versucht Ihr durch eifriges Training und Turniersiege die Numero Uno in der Weltrangliste zu werden. Auf dem Weg zur Spitze gibt es immer kleine Mini-Games zu bestreiten. So müsst ihr z.B. mit gezielten Aufschlägen so viele Bowling-Kegel wie möglich treffen, große Billardkugeln unter einem harten Zeitlimit vom Platz fegen, oder die Bälle per Lob in herumstehende Tonnen versenken. Die Minispiele sind dabei nicht nur sehr unterhaltsam, sonder auch ein echtes Training, das Euch Schritt für Schritt an die verschiedenen Schlagvarianten heranführt. Mit den gewonnen Preisgeldern kauft Ihr neue Outfits und bessere Doppelpartner ein, oder schaltet neue Turniere sowie Spieler frei. Die Handhabung der Sportler ist denkbar einfach ausgefallen und sollte eigentlich niemanden vor unlösbare Probleme stellen. Im Gegenteil, die unkomplizierte Steuerung geht sofort in Fleisch und Blut über und erlaubt schon nach wenigen Minuten heiße Ballwechsel. Zudem sieht Virtua Tennis auch noch bombastisch aus, die überragende Optik bietet eine nahezu perfekte Animation der Spieler und sieht schon fast wie eine TV-Übertragung aus. Egal, ob Vorhand-Spin, Rückhand-Slice oder die berühmte Becker-Rolle, die Akteure machen zu jeder Zeit eine gute Figur. Nach einem Ballwechsel werden die Spieler in Großaufnahme gezeigt. Je nachdem wie der Ballwechsel verlief, strahlen die Tennis-Asse Zuversicht aus und recken die Faust, oder hadern mit sich selbst und sind verärgert. Fazit: Bei Virtua Tennis sollten selbst Sportspiele-Muffel mal reinschauen. Die exzellente Spielbarkeit und famose Grafik machen diesen Titel zur momentanen Genre-Referenz. Egal ob alleine, im World-Circuit oder im Multi-Player als Party-Game, Virtua Tennis macht jede Menge Fun und gehört in jede gute Spielesammlung.

Sven Eggen

Systemvoraussetzungen:
Windows 98/98SE/ME/XP
Pentium II 450 MHz
64 MB RAM
16 MB Grafikkarte