Archiv>> PC  
 

Wanted Guns

Preis: ca. EUR 20,-

Erschienen bei:
Bigben Interactive

Western? Was fällt mir dazu ein? Lucky Luke! 12 Uhr Mittags! Billy The Kid! Der Schuh des Manitu? Eine Menge Filme und das eine oder andere Computerspiel wie z.B. jüngst Desperados und nun eben auch Wanted Guns.

Der Spieler verkörpert Reverend Devlin, einen Einäugigen. Der Legende nach hat er das andere Sehorgan beim Faustkampf mit einem Mexikaner um die Ersparnisse eingebüsst – na zum Glück ist hier niemand rassistisch. Unser „Zyklop“ war früher der Capo der Räuberbande „Los Gauchos“, bis er beschlossen hat, sich mit seinem „Erwirtschafteten“ als Priester zur Ruhe zu setzten – ich nehme mal an, von einer Glaubensgemeinschaft, die Ihre Habseeligkeit nicht abgeben muss. Dennoch wird Devlin sozusagen bestraft und seine Kirche von einer Bande niedergebrannt – das Gold haben sie zuvor in ihren Satteltaschen in Sichterheit gebracht. Und jetzt ratet mal, wer der Chef der Bande war – richtig unser Mexikaner aus der Einleitung. Womit wir auch mitten im Spiel, also in Level eins wären, denn nun ist nicht mehr Gottvertrauen sondern der Finger am Abzug gefragt. Neben klassischer Revolveraktion in der Egoshooterperspektive gibt es dann noch weitere Missionen, die aus der Vogelperspektive gespielt werden, in diesen darf auch mal geritten oder geschlichen werden. In der Egoperspektive läuft unser Revolerpriester übrigens von ganz allein, während wir die Rolle seines Zeigefingers übernehmen – Peng Peng!

In den Schleichmission geht es meist darum, unbemerkt von A nach B zu kommen. Dabei gilt es denn, durch Radien dargestellten Hör- und Sehbereichen fern zu bleiben – ähnlich wie in Commandos oder Desperados. Bei den Reitmissionen gilt es, nicht vom Weg abzukommen und in den Abgrund zu reiten, während der Weg freigeschossen werden muss – lauf Brauner, lauf! Auf diese Art und Weise muss man sich dann durch die einzelnen Missionen „kämpfen“. Dabei hilft eine Minimap rechts unten, die zumeist am Ende zu einem Obermotz oder einem Gegenstand und damit ins nächste Level führt. Doch bis dort hin müssen erst eine ganze Reihe Mexikaner erschossen werden – ich denke das Ganze hat wohl ein Gringo programmiert. Wie schnell man die Gegner in den Sand fallen lässt, hängt natürlich von der Durchschlagskraft der gerade aktiven Wumme zusammen. Es gibt z.B. eine Winchester (das stärkste Gewehr hier) oder eine Schrottflinte und als Standardausrüstung natürlich ein Messer sowie den Revolver von Devlin. Zwischendurch muss natürlich aufgepasst werden, dass die Munition nicht zu schnell ausgeht. Für manche Waffen gibt es ziemlich viel davon, für andere eher wenig und bei Ebbe haben wir ja noch unser Messer. Übrigens wird hier wirklich jedes Westernklischee bedient, denn neben den bösen Mexikanern gibt es als Lebensenergiespender Schnapsflaschen! Sogar der Soundtrack erinnert an Italo Western und „Spiel mir das Lied vom Tod“. Nicht schlecht für ein LowBudget Spiel.

Patrik Dominik Hodapp

Systemvoraussetzungen:
Windows 98/ ME / 00 / XP
PC min. 700 MHz
128 MB RAM
Grafikkarte mit 16 MB