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Warcraft 3 - Reign of Chaos

Preis: ca. EUR 30,-

Entwickler:
Blizzard Entertainment

Erschienen bei:
Vivendi Universal

Das mit großer Spannung erwartete WarCraft III wurde schon in der Vorabversion mit Lorbeeren überhäuft. Kein Wunder, schließlich heißen die Entwickler auch Blizzard, und jedes bislang produzierte Spiel der Softwareschmiede schlug ein wie eine Bombe.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Auch bei WarCraft III hat sich die Firma wieder selbst übertroffen und auf Anhieb den Olymp der Echtzeitstrategie erobert. Um wieder etwas frischen Wind in das Genre zu bringen, vermischten Blizzard die alt hergebrachten Strategie Elemente mit einer Prise Rollenspiel Flair sowie einer packenden epischen Geschichte, welche den Spieler in ihren Bann zieht. Insgesamt könnt Ihr die Geschicke von vier verschiedenen Völkern lenken. Aus den anderen Teilen bereits bekannt sind die Menschen und die Orcs, während die mysteriösen Nachtelfen und die unheimlichen Untoten zwei komplett neue Rassen sind. Am leichtesten zu spielen sind wie immer die Menschen. Mit ihrer ausgewogenen Armee aus Fern- und Nahkämpfers bieten sie gerade für Einsteiger eine gute Wahl. Auf dem Schlachtfeld - Mann gegen Mann - können sie den Orcs aber nicht das Wasser reichen. Die Grünhäute besitzen die stärksten Nahkämpfer, haben dafür aber auch schwächere Luft- und Fernkampfeinheiten. Tief im den Wäldern Kalimdors leben die Nachtelfen. Die mit der Natur sehr verbundenen Amazonen sind bei Nacht praktisch unsichtbar für feindliche Einheiten und meiden wenn möglich die direkte Konfrontation, sondern beharken mit ihren schnellen, exzellenten Fernkämpfern den Feind von der Ferne. Last but not least wären da noch die Untoten, welche das Land der Menschen mit einer tödlichen Seuche heimsuchen. Ähnlich wie die Zerg in Star Craft glänzen die Untoten durch schiere Masse und einige wenige äußerst schlagkräftige Einheiten. Das Rückgrad ihrer Armee sind Ghule und Skelettkrieger, welche ihre Totenbeschwörer gemeiner Weise aus den Reihen gefallener Gegner rekrutieren. Zu Massenschlachten kommt es in War Craft III nur selten. Durch die Einheitenbegrenzung bekämpft man sich mit eher kleinen, aber dafür gut kombinierten Verbänden. Auch hier heißt es: Die Mischung macht's. In der ersten von vier Kampagnen kämpfen die Menschen verzweifelt gegen die Untoten, dann wechselt Ihr in der zweiten Kampagne die Seiten und versucht, dem Imperium den Rest zu geben. Als drittes erforscht Ihr mit dem Orcs die fremden Gestade Kalimdors, wo Ihr auf die Nachtelfen trefft. In der vierten Kampagne übernehmt Ihr das Waldvolk, bei dem es dann zum finalen Showdown kommt. Die Hintergrundstory um die Untoten, welche wiederum nur die Vorboten für eine weitaus gefährlichere Bedrohung sind, zieht sich durch alle 34 Missionen. Zwischensequenzen in Spielegrafik zu Beginn und Ende, oder auch oft während eines Einsatzes, setzen die Handlung gekonnt in Szene. Habt Ihr eine Kampagne beendet, werdet Ihr mit einer traumhaft schönen Render Sequenz belohnt. Immer mit von der Partie sind einige Haupt-Charaktere wie der Orc-Führer Thrall. Diese Helden erhalten wie bei einem Rollenspiel Erfahrungspunkte und werden mit jedem Level-Anstieg immer mächtiger und erlernen spezielle Zauber. Grafisch weiß War Craft III zu gefallen. Die dreidimensionale Landschaft darf gezoomt und in 90 Grad Schritten gedreht werden. Zwar wirken Einheiten und Landschaften etwas kantig, bieten dafür aber eine enorme Detailfülle, spektakuläre Zaubereffekte und gute Animationen. Die Sprachausgabe wurde komplett eingedeutscht und ist sehr gut synchronisiert, da kommt Freude auf. Eine wahre Offenbarung ist natürlich auch der Multiplayer-Modus, eine Spezialität von Blizzard. Die perfekt ausbalancierten Rassen haben alle ihre Schwächen und Stärken und lassen viel Spielraum für taktische Winkelzüge. Abschließend soll hier nur gesagt werden: Wer nicht jetzt sofort in den Laden rennt muss verrückt sein!

Sven Eggen

Systemvoraussetzungen:
Windows 98/ME/XP
CPU mit 400 MHz
128 MB RAM
700 MB Festplattenspeicher
8 MB 3-D Grafikbeschleuniger