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Wiggles

Preis: ca. EUR 25,-

Erschienen bei:
Atari

Habt Ihr es nicht auch satt, ständig kleinen braven Siedlern beim wuseln zuzusehen? Wenn ja, müsst Ihr unbedingt die Wiggles kennen lernen! Das kleine Zwergen-Völkchen hat von Göttervater Odin höchstpersönlich den Auftrag erhalten, seinen Schoßhund "Fenris" wieder aufzuspüren und an die Kette zu legen.

Selbiger ist dem Obermotz beim Gassi gehen in die Unterwelt ausgebüchst. Um Fenris fangen zu können müssen sich die Wiggles durch vier gigantische Unterwelten graben, welche gespickt sind mit Haupt- und Neben-Quests. Der Genre-Mix aus Adventure und Aufbaustrategie präsentiert sich in einer Art 3D Ouerschnitt-Perspektive, welche sich stufenlos zoomen und begrenzt schwenken lässt. Obwohl fast das gesamte Spiel "nur" unter der Oberfläche stattfindet, sieht die Grafik mit den schicken Licht- und Schatten-Effekten sowie den liebevoll animierten Protagonisten mehr als nur passabel aus. Für den nötigen Tiefgang sorgt ein ausgeklügeltes Charaktersystem. Jeder Wiggles erlangt in seinem Leben Erfahrungspunkte für Tätigkeiten, welche er oft durchgeführt hat. Diese werden dann zumindest teilweise auf den Nachwuchs übertragen. So lassen sich im Verlauf der Zeit Allrounder oder Spezialisten heranzüchten. Um sich gegen die meistens feindlichen Unterweltbewohner zur Wehr zu setzten, beherrschen die Winzlinge nicht nur den Umgang mit Schwert und Axt, sondern sind auch in den waffenlosen Künste wie z.B. Kung Fu bewandert. Übrigens stellt sich das Spiel automatisch auf Eure Spielweise ein. Sprich, züchtet Ihr hauptsächlich kriegerische Zwerge, wird das Programm Euch mehr Kontrahenten vor die Nase setzten. Anders als in ähnlichen Aufbau-Spielen werdet Ihr kaum mehr als eine Handvoll Wiggles auf einmal kommandieren. Jeder Charakter besitzt seine eigene Persönlichkeit, was einem die kleinen Gnome schnell ans Herz wachsen lässt. Mit immerhin über 50 Produktionsstätten und 20 Werkzeugen können die Wichte eine beachtliche Zahl an unterschiedlichsten Gebäuden herstellen, welche alle jedoch erst erfunden werden müssen. Zu Anfang des Spiels habt Ihr nur eine Feuerstelle, an welcher die Mahlzeiten für die hungrigen Mäuler zubereitet werden. Wie oben bereits erwähnt sind die Zwerge alles andere als niedlich sondern eher durchgeknallt. Anders als seine meisten Genre-Kollegen hält die lustige Sippschaft nach getaner Arbeit nicht Maulaffenfeil. Der gestandene Wiggles kippt sich in geselliger Runde ein Pilzbier hinter die Binde, schiebt auf der Bowlingbahn eine ruhige Kugel oder widmet sich hingebungsvoll der Nachwuchsproduktion. Bekommt das muntere Völkchen zu wenig Freizeit, leidet die Produktivität darunter, im schlimmsten Fall verweigern die Wiggles einfach die Arbeit. Fazit: Mit Wiggles ist Entwickler Innonics der große Wurf geglückt. Das einfache, aber komplexe Spielsystem, in Verbindung mit dem besonderem Charme der rotz-frechen Kerlchen ist einfach unschlagbar.

Sven Eggen

Systemvoraussetzungen:
Windows 95/98/2000/XP
Pentium 350 MHz
128 MB RAM
950 MB Festplattenspeicher
32 MB Grafikkarte

 
     
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