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Liebesgrüsse aus Moskau
Preis: ca. EUR 45,-

Entwickler:
EA Redwood Shores

Erschienen bei:

Electronic Arts

„Mein Name ist Bond….. James Bond.“ Dieser Ausspruch aus den Agenten-Filmen um 007 ist wohl einer der bekanntesten weltweit. Schon seit Jahren veröffentlichen Electronic Arts Computerspiele, in welchen der Spieler in die Rollen eben dieses Agenten Namens James Bond schlüpft. Doch anno 2006 feiert auch diese Serie seine Premiere, denn zum ersten Mal geht 007 auf der PSP auf Verbrecher-Jagd. Ich war schon sehr gespannt wie der große Agent auf dem kleinen Handheld so rüber kommt.

Nachdem sich der beeindruckende filmreife Vorspann, inklusive MGM-Löwe, verabschiedet hatte, gelangte ich ins Hauptmenü. Wie es sich mittlerweile gehört ist es auch hier wieder möglich, per Wireless gegen Eure Freunde in einem Match anzutreten. Entweder zu Boden oder in der Luft! Kümmern wir uns jedoch nun um den Einzelspieler-Modus, denn hier muss James Bond alias Sean Connery nach Istanbul reisen um eine russische Doppelagentin zu treffen. Diese ist im Besitz einer sowjetischen Dechiffriermaschine. Natürlich sind wir nicht die einzigen, die diese Maschine haben möchten. Das Abenteuer startet allerdings in London. Bei einem Staatsempfang wird die Tochter des Präsidenten entführt. Euer Auftrag lautet nun, diese Dame schnellstens wieder an den richtigen Platz zu bringen.

Wählt zwischen drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden aus. Zur Auswahl stehen Spitzel, Agent oder 00-Agent. Stürzen wir uns nun aber ins Agentenleben. Gespielt wird aus der Third Person-Ansicht. Auf dem Bildschirm ist neben Eurer Lebensenergie noch die momentane Waffe sowie ein kleines Radar zu sehen. Die Feinde müsst Ihr nun mit der linken Schultertaste anvisieren. Um sie in die ewigen Jagdgründe zu schicken betätigt nun die rechte Schultertaste. Je weiter der Gegner von Euch entfernt ist desto schwieriger stellt sich dieser Vorgang dar. Die Entwickler haben allerdings ein gutes Feature ins Spiel eingebaut, und zwar den Bond-Fokus. Mit diesem lassen sich die Feinde besser treffen.. Einfach den Widersacher mittels linken Schultertaste ins Visier nehmen und danach die Quadrat-Taste betätigen.

Nun wird der Gegner herangezoomt und außerdem erscheint ein gelber Kreis. Dieser lässt sich nun mit dem Analog-Stick bewegen. Drückt nun die rechte Schulter-Taste und schon lassen sich Gegner aus einer gewissen Entfernung niederstrecken. Sobald sich die Gegner verabschiedet haben, hinterlassen diese des Öfteren Munition. Dies ist auch dringend nötig, denn manchmal entwickelt sich schon ein wildes Geballere. Wie es sich für einen Agenten gehört sind natürlich nicht nur herkömmliche Schusswaffen in seinem Inventar enthalten, sondern auch Spezial-Waffen. Mister Q hat für Euch eine Laser-Uhr, den Q-Pfeil oder die Giftwaffe in Entwicklung gegeben. Jede abgeschlossene Mission wird bewertet. Des weiteren besitzt jede Mission zwei weitere Levels, in welchen Ihr um Punkte spielt. Diese haben keinen Einfluss auf den weiteren Spielverlauf, sondern hier geht es nur um schnelle Reaktion und die gestellten Aufgaben so schnell wie möglich zu lösen. Kommen wir nun zur technischen Seite des Titels. Also die grafische Darstellung der Levels kann sich wirklich sehen lassen.

Immerhin halten wir keine PS2 in den Händen, sondern die PSP. Der virtuelle Sean Connery lässt sich auf jeden Fall gut durch die Missionen steuern, auch wenn es ab und zu zu kleinen Rucklern kommt. Der Hauptkritikpunkt ist sicherlich die Kameraführung. Denn wenn Ihr schnell um eine Ecke läuft, dann kann es schon passieren das die Kamera nicht so schnell hinterherkommt und Ihr plötzlich vor einer Schar Feinde steht. Die Entwickler haben dies jedoch sehr geschickt gelöst, denn hierfür haben sie die beiden Tasten (Quadrat und Kreis) mit schwenken der Kamera belegt. Auch ist es mittels der Dreieck-Taste möglich, dass sich 007 an Wände drückt. Somit kann man gut erkennen was sich hinter der nächsten Ecke befindet. Also nicht blind um Ecken laufen, sondern schön mit den beiden Symbol-Tasten die Kamera drehen. Bei der musikalischen Untermalung bekommt der Spieler das übliche Agenten-Gedudel zu hören. Nichts Bemerkenswertes. Also mir hat James Bonds´s Liebesgrüsse aus Moskau gut gefallen. Wer auf der Suche nach einem guten Action-Abenteuer ist, dem kann ich dieses Spiel nur ans Herz legen. Die Zwischensequenzen können sich außerdem wirklich sehen lassen. Natürlich dürfen die handelsüblichen Bond-Sprüche nicht fehlen…..

Michael Birkle