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Key Of Heaven
Preis: ca. EUR 45,-

Erschienen bei:

Sony Computer Entertainment

Die Vorgeschichte zu Key Of Heaven ist schnell erzählt: Shinbu, ein kampfsportbegeisterter Querkopf wird von seinem Clan wegen ein paar gebrochener Regel verstossen, rettet aber die Seyryu Schülerin Sui Lin, die letzte Überlebende eines Massakers vor den Schergen des Kirin-Clans. Tapfer verspricht unser Held, Sui Lin bei ihrem Kampf gegen die bösen Mächte zu helfen.

Soweit so hä? Irgendwie will also die schwertschwingende Göre Eure Hilfe, und so streift Ihr nun zu zweit durch die Gegend, trefft auf Horden optisch gleicher Gegner und hackt diese nieder. Mit jedem erledigten Gegner steigen Eure Erfahrungspunkte. Natürlich lenken Euch bestimmte Entwicklungen des Spiels in dramaturgische Bahnen, doch fragt man sich des Öfteren zurecht: Was zum Teufel soll ich jetzt tun? Shinbu´s Notizen im Pausemenü helfen da meist recht wenig.

Auf Gegner trefft Ihr wie gesagt alle Nase lang, diese bearbeitet Ihr mit dem Schwert, und im späteren Verlauf des Spiels mit Combos und magischen Chi-Kräften. Bei den Combos sei erwähnt, dass Ihr diese anhand der Bugei genannten Schriftrollen Kenpu – Angriffe –in Abfolge bringt. Ganz zu Beginn werdet Ihr vom Ziehvater Seidatsu in die Stärken und Schwächen der jeweiligen Clans eingeweiht, das solltet Ihr bei der Wahl der Angri´ffe berücksichtigen. Bis zu sechs Combos, aus denen man dann die zum Gegner passende auswählen kann, stehen zur Verfügung. Aktiviert werden sie dann mit der Quadrat-Taste. Das ist recht einfach und sieht richtig schneidig aus. So schön kann Martial Arts sein.

Im Stile eines Action-RPG erkundet Ihr also die ausladende Welt von Key Of Heaven im Anime-Stil. Die Spielegrafik selbst weiß zu überzeugen. Wunderbare asiatische Landschaften mit passender Flora und typischen Bauten sind eine wahre Augenweide. Die Präsenz von 2 Monden erinnert allerdings daran, dass sich das Abenteuer nicht auf unserem Planeten abspielt. Die beeindruckenden Animationen bei den Kampf-Combos tun ihr Übriges. Stilecht wird die Szenerie auch von unstressigen, asiatischen Klängen beschallt. Allein die ewig gleichen Sprüche, beispielsweise beim Einleiten eines Kampfes, gehen gehörig auf die Nerven. Key Of Heaven ist ein solides Actionspektakel mit winzigen Aufgaben, dafür viel Kampfsport und kleinen Rollenspielfragmenten. Zum Leidwesen des Spielers ist der Titel aber mit einem recht dünnen Handlungsrahmen versehen, wäre da nicht das tolle Eyecandy wie die hübschen Szenarien und die chic anzusehenden Kämpfe mit eigener Choreographie, dann würde sehr schnell Langeweile aufkommen.

Christian Dännart