Archiv>> PSP  
 
Def Jam
Fight for NY:
The Takeover
Preis: ca. EUR 45,-

Erschienen bei:

Electronic Arts


Achtung PSP-Besitzer, jetzt gibt es kräftig auf die Backen! Nachdem Def Jam schon auf diversen Konsolen heraus kam, schicken Electronic Arts es nun auf Sony´s Handheld. Schlüpft hierbei in die Rolle eines bekannten Hip Hop-Stars und zeigt auf den Strassen von New York, wer der wahre Held ist.

Im Story-Modus könnt Ihr sogar Euren eigenen Charakter erschaffen und ins Spiel mit einbringen. Um nur ein paar Musiker zu nennen: Ice-T, Sean Paul, Warren G, Xzibit, Snoop Dogg. In punkto Besetzung haben Electronic Arts aus dem Vollen geschöpft, wohingegen das Spiel nun seine Spielbarkeit erst noch unter Beweis stellen muss. Da das Game erst ab 18 Jahren freigegeben ist, gehe ich einmal davon aus, dass es wirklich kräftig auf die Mützen gibt. Hip Hopper machen eben keine halbe Sachen! Es gibt insgesamt fünf Kampfstile. Zum einen wäre da der „Street Fighter“. Diese kennen keine Disziplin und besitzen harte Schläge sowie unangenehme Tritte. Als nächstes haben wir den „Kickboxer“.

Diese Jungs nehmen ihre Gegner gerne in den Schwitzkasten, um es ihnen dann einzuschenken. Auch den kräftigen Fußtritten sollte man aus dem Weg gehen. Die Nummer drei ist der „Martial Artists“. Diese Kämpfer strotzen nicht gerade von Durchschlagskraft, jedoch gleichen sie das mit Schnelligkeit in ihren Aktionen wieder aus. Des Weiteren beziehen sie die Umgebung gerne in ihre Kämpfe mit ein. Als weiteren hätten wir den „Wrestler“. Dass diese Herren alles durch den Ring schmeißen, dürfte jedem bekannt sein. Und zu guter letzt haben wir noch den „Submission Specialists“. Diese Kämpfer sind zwar langsam und unbeweglich, allerdings prügeln sie ihren Gegner die Seele aus dem Leib. Die Ladezeiten muss ich gleich vorweg erwähnen, denn diese sind stellenweise schon recht häufig und auch nicht gerade von kurzer Dauer.

Im Hauptmenü angekommen habt Ihr die Auswahl zwischen dem Story-Modus und dem Battle-Modus. Bei letzterem steigt Ihr ins Spielgeschehen ohne große Schnörkel ein. Wählt einen Kämpfer sowie Euren Gegenüber aus und los geht die Partie. Hier sind unter anderem mehrere Möglichkeiten an Duellen. Im Subway-Match müsst Ihr versuchen, Euren Gegner vor die U-Bahn zu werfen. Insgesamt stehen Euch sechs Kampf-Modis zur Auswahl. Das Herzstück des Spiels ist jedoch der Story-Modus. Entwerft hier zuerst euren eigenen Kämpfer mit Stil und Aussehen. Danach trefft Ihr im Hauptquartier, auch „The Crib“ genannt, ein. Hier stehen Euch Kleiderschrank, Nachrichtenzentrale, Optionen und zu guter letzt die Karte zur Auswahl. Um an Kämpfen teilzunehmen müsst Ihr zu Beginn ins Fitnesscenter gehen, um Euch zu trainieren. Euer Ausbilder ist kein geringerer als Henry Rollins. Bei den ersten Fights eingetroffen drückte ich zu Beginn noch ein wenig planlos auf den Buttons umher. Drückt zum Beispiel die linke Schultertaste und danach den Dreieck-Button und Euer Kämpfer führt einen harten Schlag aus.

Mit dem Kreuz-Knopf könnt Ihr Euren Widersacher greifen, um ihn dann auf den Boden oder in die Seile zu werfen. Es kommt sogar vor, dass die Zuschauer Euren Gegenüber festhalten, so dass Ihr es ihm kräftig geben könnt. Ein wichtiger Aspekt ist die Poweranzeige. Diese besteht zum einen aus einem grünen Balken, welcher für Eure Energie steht. Der gelbe Balken steht für Eure Power. Je öfter Ihr Euren Gegner trefft desto höher steigt diese. Rennt Ihr weg, dann sinkt die Anzeige. Logischerweise fügt Ihr Eurem Feind mehr Schaden zu, wenn der Power-Balken länger ist. Zum Schluss gibt es dann den Finish-Move. Danach erscheint ein K.O.! Je weiter das Spiel fortgeschritten ist, desto mehr Kampfstile, Kleider, Musiker und Arenen werden freigespielt. Für die musikalische Untermalung sind natürlich Artists mit Hip Hop-Beats verpflichtet worden. Da wären z.B. Busta Rhymes, Xzibit, LL Cool J, Method Man und und und…. Kommen wir nun zur technischen Seite des Titels. Von der Grafik her gibt es bei Def Jam for NY: The Takeover nichts einzuwenden. Klare Texturen und gute Animationen der Fighter zeichnen diesen Titel aus.

Besonders die Zwischensequenzen sehen exzellent aus. Vom Gameplay her kann man es mit einem Beat´em-Up vergleichen. Bewegt Euren Kämpfer mit dem Analog-Stick und führt mittels der Schultertasten, Steuerkreuz und den üblichen vier Buttons Combos aus. In manchen Situationen hätte ich mir eine direktere Steuerung gewünscht. Leider sind die ganzen Texte im Spiel in englischer Sprache gehalten. Der Sound allerdings ist prima in Szene gesetzt worden. Hip Hop-Mucke und auch die „Trash Talks“ vor jedem Kampf sind das nötige Salz in der Suppe. Nach jedem guten Fight erhaltet Ihr Geld und Entwicklungspunkte. Setzt diese Dinge gut ein, um voran zukommen, so dass Ihr im späteren Verlauf eine richtige Gang am Start habt. Wer auf Hip Hop-Beats steht und dazu sich noch prügeln will, der sollte sich Def Jam Fight For NY: The Takeover auf jeden Fall näher betrachten. Da ich ein virtueller Gelegenheitsprügler bin, sprang der Funken bei mir persönlich nicht über. Ich würde es als ein solides Beat ´em-Up bezeichnen, bei welchem die rote Flüssigkeit des Öfteren zum Einsatz kommt.

Michael Birkle