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Formel Eins 06
Preis: ca. EUR 45,-

Erschienen bei:

Sony Computer Entertainment


In dieser Formel Eins-Saison dürfte die Entscheidung fast zu Gunsten von Alonso gefallen sein. Damit dürfte der Spanier seinen Titel vom letzten Jahr erfolgreich verteidigen. Ob M. Schumacher noch den Rückstand von zwölf Punkten in vier auszustehenden Rennen aufholen kann, ist mehr als fraglich! Aber wer weiß, im Motorsport ist einiges möglich.

Dank Sony kann jeder PSP-Besitzer die Saison bei Null beginnen und somit einen anderen Fahrer, als die beiden oben genannten zum WM-Titel führen. Schon das Intro zeigte mir auf, dass die Entwickler gute Arbeit geleistet haben. Schöne Sequenzen! Im Hauptmenü angekommen gilt es sich erst einmal ein Profil zu erstellen. Danach habt Ihr die Möglichkeit, ein „Schnelles Rennen“, „Zeitrennen“, „Grand Prix Wochenende“, „Weltmeisterschaft“ oder eine Karriere als Formel Eins-Pilot zu starten. Ich entschied mich spontan für die Karriere.

Bei diesem Modus habt Ihr einen Agenten, welcher für Euch die Angebote und andere Dinge regelt. Es steht Euch hierfür ein e-mail-Postfach zur Verfügung. Zu Beginn gilt es, sich erst einmal bei Testfahrten zu beweisen. Auf Schwierigkeitsgrad mittel ist dies alles andere als einfach, wohingegen der leichte Modus wieder zu einfach ausfällt. Ein wenig unausgewogen, in punkto Schwierigkeitsgrad. Nachdem ich dann bei einem Team unter gekommen bin, stand ich zu Beginn der Saison nur als Testfahrer zur Verfügung. Die Rennen erlebte ich nur aus der Zeitung bzw. aus der Boxengasse. Vor jedem Rennwochenende gibt es Testfahrten, um Reifen und andere Dinge zu testen.

Hierbei solltet Ihr immer die Zeitvorgaben erreichen, denn nach den ersten acht Testfahrten wird entschieden, ob Ihr einen Platz im Cockpit bekommt. Nebenbei könnt Ihr Euch noch bei anderen Teams als Testfahrer bewerben. Quasi läuft alles wie im wahren Formel Eins-Zirkus. Nachdem ich mir den Posten des zweiten Piloten ehrlich erfuhr, stand der Grand Prix von Monacco vor der Tür. Dies war nun mein erstes Rennen, bei welchem es um WM-Punkte ging. Die Rennwochenende sind komplett nachgestellt wie im echten Leben. Die Trainings-Session werden genutzt, um das Fahrzeug genau auf die Strecke abzustimmen. Fahrt einfach Runden um dem Team nützliche Erkenntnisse zu übermitteln, über die Abstimmung Eures Boliden. Das Training dient aber natürlich auch um die Strecken besser kennen zulernen. Habt Ihr genug geübt, einfach Session beenden und zur nächsten springen.

Das Qualifying ist genauso gehalten wie der grosse Bruder im Fernsehen. Für die Kommentare sind die beiden Jungs von RTL, Heiko Wasser und Christian Dannart zuständig. Vor jedem Rennen muss die Strategie festgelegt werden. Für wie viel Runden nehme ich Sprit mit und wann wechsle ich die Reifen. Während dem Rennen stehe ich im ständigen Kontakt mit meiner Boxencrew. Sehr hilfreich, wenn es um Positionen und andere Dinge geht. Die Boxenstopps sind auch gut gelungen. Bei der Crew angekommen müssen nun die angezeigten Knöpfe in der richtigen Reihenfolge betätigt werden. Je schneller dies geschieht, desto eher seid Ihr wieder auf der Strecke. Exzellent gelöst! Ein weiterer Pluspunkt ist das Einblenden der Ideallinie. Diese ist sehr nützlich bezüglich des Anbremsen und wieder Beschleunigen in den Kurven. Grün bedeutet Vollgas, Rot für Bremsen. Zeigt die Linie gelb an, bedeutet dies ohne Gas und ohne Bremsen die Passage zu passieren.

Ich merkte recht schnell, dass vieles und unnötiges Bremsen extrem Zeit kostet. So ganz nebenbei endete mein erster Grand Prix in der dritten Runde in der Leitplanke. Es ist also noch genügend Luft nach oben. Also ich muss wirklich sagen, dass mir Formel Eins 2006 gut gefällt. Die Optik weiß auf jeden Fall auf der PSP zu überzeugen. Besonders das Geschwindigkeitsgefühl kommt sehr gut rüber. Das Ganze kommt ohne Ruckler aus. Die Zuschauer sind natürlich nicht sehr detailliert dargestellt. Die Boliden kommen zwar auch ein wenig kantig daher, aber dafür lassen sie sich prima um die Strecken lenken. Eine wichtige Regel ist: Nicht gleichzeitig bremsen und lenken! Das Ergebnis ist logischerweise stures geradeaus fahren. Einfach anbremsen, dann einlenken und danach im Scheitelpunkt der Kurve wieder beschleunigen. Zuerst steuerte ich meinen Boliden mit dem Analog-Stick, allerdings schwenkte ich später auf das Steuerkreuz um. Dies erwies sich für mich ein wenig genauer. Die kompletten Daten, sowie Strecken aus der aktuellen Saison sind auf alle Fälle mit am Start. Ach ja, es ist dieses Mal möglich, sein Profil von der Playstation 2 auf den PSP zu übertragen, um unterwegs weiter zu zocken. Also mich hat Formel Eins 2006 auf jeden Fall begeistert. Vor allem der Karriere-Modus hat es mir angetan. Unbedingt anspielen!

Michael Birkle