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God of War:
Chains of Olympus
Preis: ca. EUR 40,-

Entwickler:
Ready at Dawn

Erschienen bei:

Sony Computer Entertainment


Kratos ist wieder da. Diesmal allerdings auf der PSP. Wer jetzt mit einem schlechteren Spiel als die PS2 Versionen rechnet, der irrt sich gewaltig. Denn Chains of Olympus ist definitiv eines der besten PSP Spiele, die bis jetzt erschienen sind und steht den beiden PS2 Vorgänger in keiner Weise nach.

Da Chains of Olympus vor den anderen beiden Teilen spielt, kann man es praktisch als Teil 0 der God of War Reihe bezeichnen. Wie zuvor auch auf der PS2 präsentiert sich das Spiel auf der kleinen Konsole als reines Hack & Slay Spiel. Grafisch muss sich das PSP Spiel kaum hinter den Vorgängerversionen auf der PS2 verstecken. Die Charaktere wie auch die Umgebung sind sehr detailreich und bieten grafisch um einiges mehr als alle bisher dagewesenen Spiele. Die Steuerung des Helden Kratos welche hauptsächlich über den Analogstick erfolgt ist für Neueinsteiger sehr schnell zu erlernen. Auch die Attacken auf den normalen Steuerungstasten werden zu Anfang gut erklärt und prägen sich schnell ein. Langeweile gibt es in dem Spiel nicht, denn auf die Rätsel Einlagen folgt immer ein Kampf.

Mit den Chaosklingen sind auch große Gegnermengen kein Problem, da man mit einer Attacke oftmals mehrere Monster ins Jenseits befördert. Mit dem töten des zweiten „größeren“ Gegners erhält man schon die erste Magie Attacke welche sich sehr gut gegen viele Nahkampfgegner eignet. An Blut wurde im ganzen Spiel wenig gespart. So ist die USK ab 18 auf jeden Fall gerechtfertigt. Für die Nackt-Fans ist sogar eine Sex-Szene im Spiel vorhanden. Diese ist wie die Finishing Moves gegen die großen Gegner als Minispiel zu bestreiten und gestaltet sich meiner Meinung nach noch schwieriger als die Endbosse. Dafür erhält man bei erfolgreichem Abschluss einen Bonus welcher schon fast dazu reicht seine Chaosklingen aufzurüsten. Das Spiel wird zwischendurch mit schönen Videosequenzen weitererzählt.

Erwähnenswert sind auf jeden Fall auch die fast nicht existierenden Ladezeiten, Das ganze Spiel geht nahtlos ineinander über was bei soviel Grafik und Detailreichtum sehr verwunderlich ist. Sollte man einen Kampf mal nicht überleben so sind die Wiederbelebungpunkte sehr fair gesetzt und trüben den Spielspaß überhaupt nicht. Die Speicherpunkte hingegen liegen an manchen Stellen doch etwas weit auseinander, so dass es manchmal ein wenig nervig ist, dass man erst noch weiterspielen muss um die PSP dann anderweitig zu nutzen. Frische Lebenspunkte, sowie Magie erhaltet Ihr ab und an während eines Kampfes gegen dicke Brocken, welche sich im übrigen durch die mittlerweile berühmten Action-Button-Einlagen besiegen lassen. Die Minispiele kann man ab einer bestimmten Gesundheitsstufe des Gegners starten, angezeigt wird dies über einen Kreis auf dem Kopf des Bosses. Beginnt man mit dem Minispiel, geht es darum, die angezeigten Tasten so schnell wie möglich zu drücken. Hat man flinke Finger bewiesen, so erledigt Kratos den Boss mit coolen Kampfeinlagen. Bei Versagen lädt sich die Gesundheit des Gegners wieder ein Stückchen auf.

Fazit: God of War: Chains of Olympus ist meiner Meinung nach das beste bislang erschienene PSP-Spiel welches überraschend die Möglichkeiten des Handhelds aufzeigt. Nicht nur grafisch sondern auch von den Ladezeiten her steht Chains of Olympus mit sehr viel Abstand ganz oben auf der Liste. Der einzige Makel ist die Spieldauer.

Timo Windschall