PSP  
 
Harry Potter und der Feuerkelch
Preis: ca. EUR 45,-

Erschienen bei:

Electronic Arts

Auch zum jüngsten Filmabenteuer des Zauberlehrlings hat EA Games wieder eine Versoftung parat. Da dies der erste Harry Potter Titel für die PSP ist, beziehen sich etwaige Vergleiche zu den Vorgängerversionen für den Gamecube. Wie sich das Kleeblatt Harry, Ron und Hermine auf Sonys Handheld schlägt, erfahrt Ihr in den folgenden Zeilen.

Im Film sind sie ja längst zu Teenagern herangereift, so werden die drei auch im Spiel als junge Erwachsene präsentiert. Ein langatmiges Intro sparte man sich. Kurze Filmsequenzen führen in die verschiedenen Quests ein. Gesteuert werden kann – wie schon bei Harry Potter und der Gefangenen von Askaban – jeder der drei Charaktere. Egal, für welchen der drei man sich entscheidet, man kann auf die Unterstützung der zwei Mitstreiter zählen, deren Steuerung wird von der KI übernommen. Lediglich die Level, in denen Harry am trimagischen Turnier teilnimmt, können nur vom Zauberlehrling selbst gespielt werden.

Den Film muss man nicht gesehen haben, um im Spiel klarzukommen, denn eigentlich erinnert nichts wirklich an den Plot des Films. So sind es eher einzelne Prüfungen und Aufgaben, die in keinem erkennbaren Zusammenhang stehen. Die Aufgaben beschränken sich meist darauf, Bohnen (zum aktivieren der Karten) und Trimagische Schilde in umfangreichen Szenarien zusammenzusuchen und dabei alles, was kreucht und fleucht zu erledigen. Feuer, Brutstätten für fiese Salamander können beispielsweise mit dem Aqua Eructo Zauber gelöscht, Zugbrücken und Baumstämme mit Carpe Retractum bewegt werden. Weitere Zauber bewirken, dass Objekte wie Steine etc. bewegt oder Gegner in die Luft befördert werden können. Wie der Vorgänger ist auch Harry Potter und der Feuerkelch eine Art Action-Adventure. Etwas mehr Möglichkeiten hat man aber, was die Zauber und Flüche betrifft.Aufgelockert werden die Quests durch Minispiele, wie etwa einem Memory, oder einem kleinen Geschicklichkeitsspiel, oder dem Knallpoker, in dem zu einem Bild ein passendes gefunden werden muss.

Nach jedem Level wird’s abgerechnet, der geschickte Einsatz der Zauber mit Punkten belohnt. So schaltet Ihr Euch mit dem Sammeln der Schilde weitere Level, Herausforderungen und Minispiele frei. Zudem bekommt man nach jedem Level Sammelkarten, die allerdings erst noch – wie gesagt - mit den gesammelten Bohnen aktiviert werden müssen. Harry Potter und der Feuerkelch ist eine anständige Filmumsetzung. Da die Bewegungs-Möglichkeiten nicht sehr Umfangreich sind, ist die Steuerung der Charaktere recht simpel, die Aufgabenstellung klar, bei linearen Levels. Richtig tolle Überraschungen erlebt man zwar nicht, doch kann man sich verweilen, viel Eye-Candy gibt’s auch nicht, dafür wird das Abenteuer von einem tollen Filmscore untermalt.

Christian Dännart