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Killzone Liberation
Preis: ca. EUR 45,-

Entwickler:
Guerrilla Games

Erschienen bei:

Sony Computer Entertainment


Was noch auf der Playstation 2 als Ego-Shooter erschien, kommt auf dem Handheld PSP als Third Person-Shooter auf den Markt. Die Rede ist von Killzone, welches den Beinamen Liberation von den Entwicklern Guerrilla Games bekommen hat. Auch bei dem PSP-Abenteuer sind die bösen Helghast wieder am Start. Schon im beeindruckenden Intro des Spiels fliegt jede Menge an Blei durch die Lüfte.

Auf jeden Fall schließt Killzone Liberation nathlos ans Ende des PS2-Vorgängers an. Nachdem die ISA wieder Vecta City unter Kontrolle gebracht hat, gibt es Informationen, dass der Anführer General Armin Metrac von den Helghast wieder Befugnis über die verbliebenen Bodentruppen bekommen hat. Dieser möchte nun zu einem Gegenschlag ausholen. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Jan Templar von der ISA (Interplanetary Strategic Alliance) Special Forces und muss die Helghast-Truppen aufhalten. Bevor ich jedoch ins Spiel einsteige, möchte ich Euch erst noch kurz einen Überblick geben, was es sonst noch an Möglichkeiten bei Killzone: Liberation gibt.

Neben dem Einzelspiel sind noch die üblichen Optionen, sowie Statistiken und Belohnungen anzuwählen. Hier lassen sich freigeschaltete Waffen und Fähigkeiten einsehen. Des Weiteren könnt Ihr Euch eine Zusammenfassung Eurer Einzelspieler-Statistik ansehen. Im Hauptmenü hätten wir noch den Punkt „Downloads“. Hier lassen sich neue Spielinhalte und Upgrades von der Killzone.com-Homepage herunter laden. Natürlich haben die Entwickler auch an die Mehrspieler-Freunde gedacht. Hierfür haben sie den Punkt „Game Sharing“ ins Spiel mit eingebaut. Mit Hilfe dieser Funktion könnt Ihr Euren Freunden drei Levels übertragen. Hierfür brauchen diese keine Version von Killzone: Liberation zu haben.

Es ist quasi ein Appetit-Happen! Natürlich lässt sich eine Kooperationskampagne per Ad-Hoc-Modus durchführen. Kommen wir nun aber zum Herzstück des Spiels. Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen den Kampagnen-Modus, in welchem Ihr gegen die Helghast kämpft. Die zweite Variante ist der Herausforderungs-Modus. Sobald Ihr ein Kapitel im erst genannten Modus erfolgreich absolviert habt, könnt Ihr einsteigen. Es sind quasi kleine Spielchen, bei welchen es als Belohnung immer Medaillen gibt. Schiesst z.B. auf Pappsoldaten, wobei Ihr nur maximal fünf verfehlen dürft, sonst ist die Show vorbei. Je nach Leistung werdet Ihr mit Gold, Silber oder Bronze belohnt. Nettes Beibrot! Steigen wir nun aber ins Abenteuer ein. Insgesamt gibt es auf der Karte vier Kapitel. Diese sind mit vier Unterkapitel versehen, so dass Killzone: Liberation auf 16 Levels kommt. Zu Beginn ist natürlich nur Kapitel eins anzuwählen. Auf den Ladebildschirmen sind immer kleine Tipps zum Spiel aufgezeigt. Ihr werdet nun mit einem Landungsschiff direkt an die Front gebracht. Im Laufe der ersten beiden Levels werden Euch die Möglichkeiten von Killzone Liberation per Bildschirmtext aufgezeigt.

Hierbei hält das Spiel an und Ihr habt alle Zeit der Welt, Euch die Fähigkeit genau durch zu lesen. Danach müsst Ihr sie meistens direkt ausführen. Sehr gut gelöst! Schon der erste Blick auf die Optik hinterließ bei mir Staunen. Der Protagonist lässt sich exzellent mit dem Analog-Stick manövrieren. Ein wichtiger Punkt ist die Hocke, welche Ihr mit der rechten Schultertaste ausführt. Erstens zielt Euer Kamerad dann genauer und zweitens könnt Ihr Euch gut hinter Kisten oder Ähnlichem verstecken. Das Anvisieren von Helghast-Soldaten funktioniert eigentlich automatisch, jedoch habt Ihr die Möglichkeit, mit der linken Schultertaste das Feintuning durchzuführen. Mit der Select-Taste gelangt Ihr zur übersichtlichen Karte, auf welcher alles Wichtige zu erkennen ist. Um die nötigen Goodies wie Vecta-Dollars, Munition oder andere Goodies zu erhalten haben die Entwickler Holzkisten ins Spiel mit eingebaut. Einfach X-Button betätigen und Templar zerschlägt sie. Die wichtigsten Kisten sind allerdings grau und in ihnen befinden sich neue Waffen (z.B. Raketenwerfer), Gesundheits-Updates sowie Granaten und Sprengstoff. Haltet auf jeden Fall nach diesen länglichen Kisten Ausschau, denn diese retten Euch des Öfteren den Hintern.

Außerdem ist es möglich Eurem Weggefährten Rico Befehle zu erteilen. Des Weiteren seid Ihr nicht nur per Fuß unterwegs, sondern begebt Euch auch in Panzer, um Straßensperren zu zerstören. Aber auch den Helghast könnt Ihr es damit mächtig einschenken. Also ich kann zum Schluss nur eines sagen: Hut ab liebe Entwickler, hier habt Ihr prima Arbeit geleistet. Hier stimmen die Optik, das Gameplay sowie die musikalische Untermalung. Einziges Manko ist sicherlich das Zielsystem, welches bei höherem Feindesaufkommen seine Schwächen hat. Ein persönlicher Tipp von mir: Bleibt immer schön in Deckung, und knöpft Euch einen Helghast nach dem anderen vor. Ihr könnt aber auch in den Nahkampf übergehen, und ihm einfach eine auf die Zwölf hauen. Mir persönlich lief das Spielprinzip wirklich klasse rein. Gute Story, wobei sich der Schwierigkeitsgrad nahe am Abgrund des Frusts bewegt. Einfach die PSP weglegen und einen Tag später noch einmal versuchen. Es lohnt sich dran zu bleiben! Bei Prozentangaben würde ich diesem Titel auf jeden Fall mindestens 85 Prozent geben. Mehr als nur ein Spiel zum Antesten. Ich würde es fast als Pflichtkauf betiteln….

Michael Birkle