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Madden NFL 06
Preis: ca. EUR 45,-

Entwickler:
EA Sports

Erschienen bei:

Electronic Arts


Endlich ist soweit, mein persönlicher Lieblingssport, der American Football, hat den Weg auf die PSP geschafft. Eigentlich sollte das Spiel schon Ende Oktober herauskommen, doch anscheinend hat dem Entwickler irgendetwas nicht gefallen, so dass es auf Mitte Dezember verschoben wurde. Doch nun dreht sich die kleine UMD in meinem PSP und ich bin riesig gespannt, was die Entwickler alles aus dem Handheld herauskitzeln können.

Auf den gängigen Konsolen wird das Spiel ja immer realistischer, siehe Madden NFL 06 für die Xbox 360. Steigen wir aber nun in die Handheld-Welt namens PSP ein. Auf ein Intro wartete ich vergebens, denn es erscheint nach einer gewissen Ladezeit das Hauptmenü. Hier sind wie gewohnt sehr viele Auswahlmöglichkeiten vorhanden. Neben einem Sofort-Spiel wartet dort der Wireless-Modus, in welchem Ihr Euch per Wireless ein Spiel liefern könnt. Bei der Game-Link-Funktion könnt Ihr Daten von der Playstation 2 via USB-Kabel auf Eure PSP überspielen, so dass Ihr unterwegs mit Eurem Team weiter spielen könnt.

Zuhause wieder angekommen einfach die Daten wieder auf die Playstation 2 zurück transferieren und schon könnt Ihr wieder im heimischen Wohnzimmer die Jagd auf den Superbowl weiterführen. Voraussetzung ist hierfür natürlich, dass Ihr Madden NFL 06 auch für die Playstation 2 besitzt. Bei den „Game Modes“ könnt Ihr zwischen einem Training, Mini-Camp, einem Mini-Camp Wettbewerb sowie dem allseits beliebten Franchise-Modus wählen, in welchem Ihr Euer Team über Jahre hinweg coachen, managen und selbstverständlich auch selbst in ihr agieren könnt. Im Hauptmenü-Unterpunkt „My Madden“ lassen sich alle Spieleinstellungen, Strategien, Mannschaft und Weiteres einstellen. Sobald Ihr Euch für Euer Lieblingsteam entschieden habt, erscheinen im Wechsel immer einzelne Spieler im Hauptmenü. Nettes Feature!

So, nun starte ich aber auf jeden Fall eine Franchise mit meinen Green Bay Packers. Mal schauen, vielleicht spiele ich virtuell eine bessere Saison als die Jungs im wahren NFL-Leben. Aber mal ehrlich, schlimmer geht es fast nimmer. Wie es sich für ein neues Team gehört, müsst Ihr zuerst mit diesem ins Trainingscamp. Dort ist es nun möglich, von jeder Position einen Spieler auszuwählen, um ihn ein wenig aufzuwerten. Wollt Ihr dem Kicker ein paar Punkte in Zielgenauigkeit schenken wählt ihn aus und los geht’s. Durch Treffen eines Field Goals an gewissen Stellen erhaltet Ihr Punkte. Sind genügend Punkte erreicht, erhaltet Ihr als Belohnung Bronze-, Silber- oder Goldmedaillen. Nach Erhalt einer Medaille besteht nun die Möglichkeit, das Training mit dem Kicker fortzusetzen. Solltet Ihr jedoch im nächsten Level keine Medaille erreichen, gehen die Punkte aus dem ersten Level verloren und der Kicker erhält null Punkte. So ganz nach dem Motto: No Risk, No Fun! Dies könnt Ihr dann mit jeder weiteren Position durchführen.

Da Ihr nicht nur Trainer und Spieler seid, sondern auch die Position des General Manager einnehmt, habt Ihr unter anderem die Möglichkeit, Free Agent-Spieler unter Vertrag zu nehmen. Auch weitere Dinge sind von Euch steuerbar. Überlasst nichts dem Zufall! So, nun aber rauf aufs Feld. Selbstverständlich beginnt die neue Saison mit der Pre-Season. Hier stehen Euch vier Spiele zur Verfügung, in welchen ihr experimentieren könnt. Testet z.B. Euren zweiten Quarterback oder Running Back. Man weiß nie, ob sich die erste Wahl einmal verletzt. Die Ladezeiten bis zum Kickoff sind alles andere als gering, jedoch wird einem die Wartezeit mit Statistiken versüßt. Im Spiel angekommen sieht der Betrachter zuerst die wirklich gute Optik. Die Spieler sind zwar ein wenig verpixelt, allerdings muss man sich immer vor Augen führen, dass man einen Handheld in den Händen hält. Leider hakt die Sprachausgabe zu Beginn der Übertragung. So steigen Al Michaels und John Madden leider meistens erst nach dem Coin Toss ein. Ich hatte aber auch schon einmal Glück und der Kommentar begann früher.

Aber was soll’s, ihre Kommentare sind auf jeden Fall wie gewohnt kompetent und ausführlich gehalten. Die Spielzüge werden dann wie gewohnt mit den vier Tasten (Dreieck, Kreis, Kreuz und Quadrat) angewählt. Egal ob in der Defensive oder in der Offensive. Gesteuert werden die Protagonisten entweder mit dem Steuerkreuz oder mit dem Analog-Stick. Ich persönlich fand die zweite Variante besser. Leider stellte ich fest, dass manchmal zwischen den einzelnen Spielzügen die Ladezeiten das Spiel in die Knie zwingt. So ruckelt es schon ein wenig. Ansonsten kam ich mit dem Laufspiel besser zurecht, als mit dem Pass-Spiel. Das „Precision-Passing“ ist recht schwierig auszuführen, da der Analog-Pad sehr empfindlich reagiert. Also zum Abschluss muss ich sagen, dass EA die Umsetzung von Madden NFL 06 auf die PSP gut gelungen ist. Auch wenn es die eine oder andere Verbesserung noch benötigt. Aber sind wir doch froh, denn dann bräuchten wir uns nicht auf Madden NFL 07 freuen, oder?

Michael Birkle