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Medal of Honor Heroes
Preis: ca. EUR 45,-

Entwickler:
EA Los Angeles

Erschienen bei:

Electronic Arts


Nun erhält auch die PSP ihren Ego-Shooter, der das Zweite Weltkrieg-Szenario zelebriert. Dieser läuft unter dem äußerst bekannten Namen Medal of Honor. Diese Serie gibt es schon seit 1999 und treibt mittlerweile auf allen Konsolen, inklusive PC, sein Unwesen. Die Entwickler schenkten dem PSP-Debüt den Beinamen „Heroes“, sowie exklusives Material in Form von freischaltbaren Elementen, Levels und Modi.

Den Beinamen haben die Entwickler nicht ohne Grund hinzugefügt, denn Ihr schlüpft in die Rolle von drei Helden, welche aus älteren Teilen bekannt sein dürften. Dabei handelt es sich um Lt. Jimmy Patterson, Sgt. John Baker und Lt. William Holt. Diese bewegen sich in Italien, den Niederlanden und Belgien in insgesamt 15 Missionen. Natürlich kommen auch bei diesem Spiel alle Multiplayer-Freunde auf ihre Kosten, denn Online könnt Ihr gegen 32 Spieler antreten. Aber auch Wireless könnt Ihr den Bär steppen lassen. Ich werde mich nun mit dem Einzelspieler-Modus näher beschäftigen. Bevor dieser jedoch gestartet werden kann, gilt es mal wieder zuerst ein Profil zu erstellen. Auch die Wahl des Schwierigkeitsgrads gehört zu den Vorbereitungen.

Ich wählte die zweite Stufe. In jeder Mission gibt es neben den Hauptaufgaben noch die so genannten Sekundärziele. Dort ist es meistens von Nöten, irgendwelche geheimen Dokumente etc. zu suchen. Also wenn Ihr jede Mission mit einer Goldmedaille abschließen möchtet, dann müsst Ihr alle Aufgaben erfüllen. Natürlich zählen noch die Abschüsse sowie die Quote dazu. Das vorhandene Radar erleichtert es Euch aber sehr, die beiden Haupt- und Nebenziele zu finden. Die Sekundärziele werden als blauer Pfeil, die Primärziele hingegen als brauner Pfeil angezeigt. Ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, dass Ihr immer Kollegen an Eurer Seite habt. Von daher immer ein wenig im Hintergrund bewegen, so dass Eure Freunde die grobe Arbeit für Euch verrichten. Die Gegner sind stellenweise so dumm, dass sie an Euch vorbei laufen und es auf den Bot abgesehen haben.

Natürlich gibt es vor jeder Mission das sogenannte Briefing, in welchem Ihr alles über die anstehenden Aufgaben erfahrt. Ein wichtige Frage, welche ich mir vor dem Spielen von Medal of Honor Heroes gestellt habe ist: Wie haben die Entwickler die Steuerung gelöst? Mit den vier Symbol-Buttons schwenkt Ihr Eure Waffe entweder nach oben, unten, rechts oder links. Die rechte Schultertaste ist für das Abfeuern Eurer Waffe vorgesehen. Mit dem Analog-Stick bewegt Ihr den Helden. Das Steuerkreuz besitzt ebenfalls verschiedene Aufgaben. Zum einen könnt Ihr Euch ducken. Des Weiteren lässt sich damit noch die Waffe wechseln sowie auf dem Boden liegende Waffen aufheben. Auch Geschützstellungen können damit für kurze Zeit besetzt werden. Erledigte Feinde hinterlassen entweder Munition, ihre Waffe oder sogar nützliche Medi-Packs. Ein gut gelungener Effekt ist die Tatsache, wenn Eure Gesundheitsanzeige im roten Bereich ist, dass eine Zeitlupe einsetzt und man Euren Herzschlag deutlich vernimmt. Wenn eine Granate neben Euch einschlägt, ist in diesem Effekt noch ein Piepen hinzugefügt worden. Dieses Feature macht die Ganze Sache noch realistischer.

Die Missionen sind leider stellenweise ein wenig kurz ausgefallen. Auch vermisse ich leider so genannte Zwischenspeicherpunkte. Sterbt Ihr kurz vor Missionsende, heißt es wieder zurück zum Anfang. Im Grossen und Ganzen kann aber Medal of Honor Hereos überzeugen. Ich hatte zwar mit der Steuerung so meine Bedenken, doch ist diese nach einer gewissen Gewöhnungszeit gar nicht mal so schlecht. Die Grafik ist auch gut gelungen. Die verschiedenen Locations bringen die nötige Abwechslung hinein. Egal ob in den Städten von Holland oder im verschneiten Belgien. Die Soundkulisse ist wie gewohnt von den anderen Medal of Honor-Teilen absolut bombastisch. Wenn man einmal von den nicht ganz so intelligenten Feinden sowie der geringen Spieldauer absieht, ist Medal of Honor Heroes auf jeden Fall ein überdurchschnittlicher Titel. Im Mehrspieler-Modus gibt es bis zu 15 verschiedene Karten zur Auswahl. Der erste Ego-Shooter auf der PSP, welcher mich technisch und spielerisch überzeugt. Es ist aber auf jeden Fall noch Luft nach oben. Wem das Zweite Weltkrieg-Szenario nicht schon zum Hals heraus hängt, der sollte hier einen Blick riskieren. Prima Action-Spiel für unterwegs….

Michael Birkle