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Need for Speed:
Most Wanted
Preis: ca. EUR 45,-

Erschienen bei:

Electronic Arts


Die Need for Speed-Reihe gibt es schon seit Jahren, doch durch die letzten beiden Underground-Teile bekam die Reihe einen gehörigen Schub nach vorne. Selten war ein Rennspiel so in aller Munde. Auf allen Plattformen schlug dieser Arcade-Racer um verbotene Rennen ein wie eine Bombe. Als Electronic Arts bekannt gab, dass sich ein weiterer Need for Speed-Teil in Arbeit befindet, freute sich die Spielewelt und war zugleich skeptisch, ob EA noch einen drauf setzen kann.

Ihr neuer Teil wurde Need for Speed – Most Wanted getauft. In den letzten beiden Teile wurde die Polizei völlig aus dem Spiel verbannt, wohingegen in der neusten Ausgabe von illegalen Rennen dein Freund und Helfer wieder ein Plätzchen im Spiel bekommt. Der Spieler hat wieder einige Möglichkeiten, um sich mit Need for Speed Most Wanted zu vergnügen. Zum einen gibt es das Schnelle Rennen. Hier geht es ohne grosse Schnörkel auf die Piste und es heißt sich gegen drei Konkurrenten durchzusetzen. Für Neueinsteiger sicherlich ein guter Anfang.

Natürlich gibt es auch hier wieder den Mulitplayer-Modus, in welchem Ihr mit, bzw. gegen vier Kumpels Eure Fahrkünste beweisen könnt. Dafür steht Euch die Wireless-Funktion Eures PSP zur Verfügung. Der Hauptattraktion vom neusten Streich ist der Karriere-Modus. Hier wird die Vielfalt des Spieles völlig aufgezeigt. Erstellt ein Profil und wählt Euch ein Auto aus. Die Auswahl ist natürlich zu Beginn des Spiels recht bescheiden. Ich entschied mich auf jeden Fall für den VW Golf GTI. Ihr müsst Euch in Rundkursen, Zeitrennen und K.O. Rennen gehörigen Respekt verschaffen. Durch steigenden Bekanntheitsgrad steigt Ihr in der so genannten Blacklist nach oben. Auch ist es von Vorteil, wenn Euch die Polizei auf der Fahndungsliste hat.

An gewissen Abschnitten in jedem Rennen steht die Polizei und führt Radarkontrollen durch. Wird das Display kurz aufgehellt, dann wart Ihr wohl zu schnell und wurdet geblitzt. Wie im wahren Leben, oder? Kurze Zeit später könnt Ihr auch schon die Sirene der Polizei hören. Diese versucht Euch natürlich zu stoppen um Euch den Strafzettel auszuhändigen. Denkt immer daran: Wer bremst verliert! Insgesamt sind 15 Bosse am Start, welche Ihr alle in Grund und Boden fahren solltet um den Respekt der ganzen Stadt zu erlangen. Im Durchschnitt sind es vier Rennen pro Boss, bevor Ihr dann persönlich gegen Ihn antretet müsst. Wird er geschlagen schaltet Ihr Euch den nächsten Streetracer frei. Des Weiteren wird dann eine Bonus-Challenge beim jeweiligen Boss aktiviert. Selbstverständlich gibt es für jeden Sieg das nötige Kleingeld sowie Respekt-Punkte. Mit dem gewonnen Geld könnt Ihr Euch sowohl Leistungs- als auch Optik-Upgrades kaufen.

Erreicht Ihr in einem Rennen (Karriere-Modus) eine hohe Fahndungsstufe, könnt Ihr noch an weiteren Herausforderungen teilnehmen. Also immer mächtig die Polizei ärgern und schon hagelt es Belohnungen. Die Streckenauswahl ist sehr Reichhaltig. Egal ob Wohngebiet oder Industriegebiet, die Kurse sind recht lang gehalten. Natürlich gibt es auch wieder jede Menge an Abkürzungen auf den einzelnen Strecken. Die Nitro-Einspritzungen wurden selbstverständlich belassen, so dass schon ein paar Gemeinsamkeiten mit den Underground-Teilen vorhanden sind. Der Ablauf ist allerdings sehr linear aufgebaut. Erst wenn Ihr den jeweiligen Boss besiegt habt, könnt Ihr die nächsten Events erreichen. Des Weiteren hängt das Tunen nicht vom nötigen Kleingeld ab, sondern sie müssen ebenso erst frei gespielt werden. Kommen wir nun zur technischen Seite des Titels. Die Grafik ist auf jeden Fall gelungen, allerdings sind derzeit sicherlich, grafisch gesehen, bessere Titel auf dem Markt. Vom Gameplay her kann auch der neue Teil überzeugen.

Zu Beginn lassen sich die Boliden noch ein wenig steif über die Kurse steuern, jedoch wird das mit zunehmender Spieldauer geändert, da dann die Autos getunt sind. Eine nützliche Neuerung ist der so genannte „Speedbreaker“. Mit diesem lässt sich für kurze Zeit eine Zeitlupe aktivieren, in welcher man dann die Möglichkeit hat, den Polizeiblockaden gekonnt auszuweichen. Einfach die Richtungstaste nach unten drücken. Sehr nützlich auch für schwierige Passagen im Rennen. Gutes Feature! Bei der Musik lassen es EA auch wieder gehörig poltern. Hier wären z.B. Static-X, The Prodigy, Disturbed und jede Menge weiterer Interpreten. Also ich war zu Beginn ein klein wenig enttäuscht vom neuen Need for Speed-Teil. Allerdings verflog die anfängliche Skepsis mit fortlaufender Spieldauer, denn sowohl an die Polizei, als auch an den linearen Spielablauf gewöhnte ich mich. Es kam wie es kommen musste: Es packte mich wieder das Need for Speed-Fieber! Die Entwickler haben auf jeden Fall einen guten Arcade-Racer geschaffen, welchen man unbedingt anspielen sollte!

Michael Birkle