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Need for Speed
Undercover
Preis: ca. EUR 45,-

Entwickler:
EA Black Box

Erschienen bei:

Electronic Arts

Die Rennspiel-Serie Need for Speed ist aus der Computerspiele-Welt genauso nicht mehr wegzudenken wie der tägliche Kaffee eines Redakteurs. Ob dies natürlich immer von Erfolg gekrönt ist, steht auf einem anderen Blatt. Um den neuen Teil für Sonys Handheld genauer unter die Lupe nehmen zu können habe ich mir ein Testmuster vom Publisher Electronic Arts zukommen lassen.

Dieses Mal schlüpft der Spieler in die Rolle eines Undercover-Agenten und muss ein Verbrechersyndikat aufspüren und ausspionieren. Ob die Story etwas auf dem Kasten hat sowie die zu einem Rennspiel gehörigen Events auch überzeugen können werde ich nun für Euch in Erfahrung bringen.

Die hauseigenen Entwickler Black Box haben auf jeden Fall unseren Freund und Helfer, sprich die Polizei, ins Spiel miteinbezogen. Solltet Ihr zu schnell unterwegs sein wird ein nettes Foto von Euch geknipst und die Polizei sagt über deren Funk anderen Streifenwagen Bescheid, dass hier vermutlich illegale Straßenrennen im Gange sind. Stopp, da wir selbst zur Polizei gehören sind dies quasi Kollegen, allerdings wissen sie natürlich nichts von dem Doppel-Leben. Ihr düst im späteren Verlauf sogar in einem Streifenwagen durch die Stadt und müsst Raser aus dem Verkehr ziehen. Dies ist aber nur ein Feature von vielen weiteren im neuen Need for Speed-Teil. Die Entwickler haben in punkto Umfang eine ganze Schippe draufgelegt. Es sind nämlich insgesamt 12 Events am Start welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Die herkömmlichen wie „Sprint“ und „Rundkurs“ bedürfen eigentlich keines Kommentars mehr. Im ersten Stadtbezirk „Sunset Hills“ treibt Ihr zu Beginn Euer Unwesen und müsst dort die bösen Jungs durch gutes Fahren auf Euch aufmerksam machen. Habt Ihr einmal das Vertrauen der Schurken auf Eurer Seite, gilt es zuzuschlagen.

Die Story wird Euch mittels Rendersequenzen gut dargeboten. Eure Kontaktperson versorgt Euch ständig mit neuesten Infos. Kommen wir noch einmal auf die Events zu sprechen. Es ist auch von Nöten, dass Ihr Eure eigenen Kollegen ausschaltet. Drückt dafür einen Widersacher heftig in die Leitplanke und die rote Anzeige über dem Auto nimmt stetig ab. Bei der Flucht vor den Cops ist Euer Ziel einfach definiert: Einfach schnell und unerwartet abbiegen und die Cops abhängen. Achtet hierbei unbedingt auf die Anzeige auf dem Display. Wie es sich für einen Raser gehört müsst ihr hier auch für Sachschaden sorgen. Begebt Euch hierbei einfach in den Gegenverkehr um rammt alles was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Bei der „Highway-Battle“ liefert Ihr Euch auf der gleichnamigen Strasse ein wildes Duell. Achtung hierbei, denn es sind noch jede Menge an Zivilisten unterwegs. Die eigentlichen Highlights sind aber die Boss-Rennen und Fahrer-Jobs. Bei den Jobs müsst ihr ein Auto von A nach B befördern. Hierbei solltet Ihr keinen zu großen Schaden am Wagen verursachen sowie die Polizei zum Übergabe-Punkt im Schlepptau mitbringen. Die Boss-Rennen laufen eigentlich genauso ab wie das Eliminieren von Cops. Einfach das Zielobjekt durch Anschieben und Abdrängen außer Gefecht setzen. Für jedes erledigte Event erhält der Spieler nicht nur Dollar-Noten sondern er bekommt auch Kopfgeld-Punkte. Hiermit schaltet Ihr Euch neue Wagen frei. Zu Beginn hatte ich einen langsamen Reiskocher, jedoch änderte sich dies im Laufe des Spiels. In der Werkstatt könnt ihr an eurem Wagen optische Dinge wie Spoiler, Felgen, Motorhaube und andere Details ändern, bzw. kaufen.

Im Tuning-Bereich gibt es neben der Motorleistung noch das Chassis sowie das Handling. Außerdem ist selbstverständlich das Nitro auch wieder mit an Bord. Wo wir auch schon beim Thema wären. Um enge Kurven problemlos und ohne viel auf die Bremse stehen zu müssen zu meistern, haben die Entwickler den Speedbreaker eingebaut. Einfach vor jeder schwierigen Stelle den Kreis-Button drücken, und schon läuft das Spiel in Zeitlupe, jedoch lässt sich der Wagen normal einlenken. Sehr praktisch und hilfreich zugleich! Geht mit eurem Nitro sowie dem Speedbreaker gezielt um, denn irgendwann sind sie leer. Doch keine Panik, durch riskantes Fahren laden sich beide Anzeigen wieder langsam auf. Mit dem Steuerkreuz lassen sich die Boliden gut durch die Strassen manövrieren. Die Nitro-Einspritzung wird mit der linken Schultertaste ausgelöst. Der X-Knopf steht fürs Gaspedal, während die Quadrat-Taste für die Bremse eingeteilt wurde. Zum Abschluss kann ich sagen, dass das neue Need for Speed auf der PSP auf jeden Fall überzeugen kann. Der Umfang mit 145 Rennen ist aller Ehren wert. Die optische Seite hingegen wirft mich nicht gerade vom Hocker, genauso wenig wie die langen Ladezeiten zwischen den Events und unserem Unterschlupf. In den einzelnen Stadtbezirken befindet sich kein Mensch, bzw. Leben auf der Strasse. Von daher wirkt doch alles sehr steril und aufgesetzt. Die Story plätschert so dahin, allerdings versüßt sie schon unseren Rennalltag. Die vielen Events sorgen für die nötige Abwechslung, die ein jeder Spieler sich so wünscht. Die Autoauswahl reicht vom herkömmlichen Mazda 3MPS bis hin zum dicken Porsche 911 GT2. Aber auch Marken wie Mercedes, Nissan, BMW, Lamborghini wurden ins Spiel miteinbezogen. Die Entwickler schicken den Spieler nun wieder auf illegale Rennen, welche zum Glück bei Tageslicht über die Bühne gehen.

Alle Rennfans sollten sich „Undercover“ auf jeden Fall näher betrachten. Und bitte denkt daran, diese Rennen haben nichts mit der Realität zu tun und sollten nur in eurer PSP geschehen.

Michael Birkle