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Need For Speed Underground Rivals
Preis: ca. EUR 45,-

Homepage:
needforspeed.de

Erschienen bei:

Electronic Arts

Need For Speed ist ein Garant für heisse Strassenrennen. Ausgetragen werden diese illegal von Tuning-Freaks. Als Spieler schließt Ihr Euch der Underground-Szene an, und beginnt als unbeschriebenes Blatt mit wenig spektakulärer Karre. Doch das soll sich während des Spiels möglichst ändern.

Als Vergleichsobjekt muss Need For Speed Underground 2 herhalten, das ja unter anderem für die PS2 erhältlich ist: Einen Storymodus gibt es hier nicht, so verdient man seine Sporen zwar direkt auf der Strasse, die einzelnen Herausforderungen werden aber per Menu gewählt, ohne dass man sich wie bei besagter Version frei in der Stadt bewegen kann. In Rundkursen, Runden-K.O.-, Sprint-, Drag- oder Drift-Rennen gilt es für den Spieler, sein Können zu zeigen. Die Rundkurse sind die klassischen Rennen, ähnlich die Sprints. Drag-Race ist ein Beschleunigungsrennen, bei dem es besonders auf das Timing beim Schalten ankommt, bei den Drift Rennen hingegen kommt es eher darauf an, wie exzessiv Ihr die Reifen Eures Gefährts zum quietschen bringt, wie Ihr also über den Asphalt slidet.

Zunächst kann man auch mit der ungetunten Kiste über die Runden kommen. Doch schon bald sind die Rennen mit reinem Können und den richtigen Abkürzungen nicht mehr zu gewinnen, da darf es dann schon etwas mehr Power unter der Haube sein.
Natürlich ist das Aufmotzen des Wagens nicht billig, die sauer verdiente Kohle fließt wieder vollständig in die Tuning-Shops, und man kann sich mit allem nur möglichen Material versorgen, von unerlässlichen Tuning Teilen wie Leichtbauteile oder der Nitroeinspritzung bis hin zum Firlefanz-Dekor und Spoilern.

Wie gewohnt sah man auch in diesem Teil der Underground Reihe von einem Schadensmodell ab. Unfälle kosten also nur Zeit, sind aber nicht mit Reparaturkosten verbunden. Auch bleibt Eure Raserei von den Ordnungshütern unbehelligt. Nur die Sonntagsfahrer werdet Ihr zu hassen lernen. Üble Crashs sind vorprogrammiert, und so manches Rennen ist dann dahin. Für Eilige gibt es als weitere Spielmodi das Quickrace (dürfte sich mittlerweile selbst erklären), und auch Quick Play Battle, eine Ansammlung von Minispielen, bei denen bestimmte Fähigkeiten trainiert und prämiert werden. Mit Kopf an Kopf (Herausforderung eines Gegenspielers über WLAN) und Party Play (4 Spieler spielen nacheinander) sind auch zwei Mehrspielermodi mit am Start.

Optisch macht dieses PSP Spiel eine ganze Menge her. Das Stadtbild mit seinen Lichtern und Leuchtreklamen wurde sehr schön in Szene gesetzt und huscht in atemberaubender Geschwindigkeit vorbei, gerade wenn man sich im Minispiel Nitrosprint befindet. Beiwerk wie Lampions etc. spiegelt sich sogar in der Heckscheibe. Das Gameplay kann voll und ganz überzeugen, auch wenn manche Rennvarianten wie Drift und Drag eher Beiwerk sind und gegenüber den Rundkursen ganz klar das Nachsehen haben. Die Soundkulisse ist auch nicht von schlechten Eltern, neben eindeutigen Renngeräuschen wird ein exzellenter Soundtrack geboten, der mit Stücken von Ministry, Killing Joke oder auch Helmet zum Geschwindigkeitsrausch beiträgt. Need For Speed Underground Rivals dürfte momentan ohne Frage die Referenz in Sachen Arcade Racer für die PSP sein.

Christian Dännart