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Die Sims 2
Preis: ca. EUR 45,-

Erschienen bei:

Electronic Arts

Mit Die Sims 2 hält die erfolgreiche Lebenssimulation von Maxis/EA Games Einzug auf der PSP. Nun kann also auch mobil gelebt, geliebt, gearbeitet und gefaulenzt werden. Kommunikation ist wie immer Alles bei den Sims, fragt sich nur, welches Geschick der Spieler an den Tag legt.

Das Spiel beginnt, nachdem Ihr Euch einen Sim erstellt und ihm einen Namen gegeben habt. Wichtige Merkmale wie das Geschlecht, aber auch Haut-/Haar-/Augenfarbe sowie Gesichtsform etc. kann wie immer hinreichend editiert werden. Ihr strandet an einer Tankstelle in Merkwürdighausen, das Auto ist hin, aber zum Glück gibt es ja eine Werkstatt. Mit jedem Gespräch, das Ihr mit den einzelnen Charakteren führt, steigen Eure Fähigkeiten zur Kommunikation oder es ergeben sich Aufgaben. Die Tankstelle fungiert so gesehen als Tutorial, hier lernt der Spieler, mit seinem Sim umzugehen, außerdem wird von der esoterisch angehauchten Verkäuferin durch gewisse Charakterfragen Persönlichkeit und Laufbahn des Sims vorherbestimmt: Entweder Euer Sim strebt nach Wissen, sozialen Kontakten oder Geld. Um die Tankstelle verlassen zu können ist das Schließen diverser Freundschaften notwendig. Im Grunde geht man immer eine Aufgabenliste durch, wodurch sich nach jedem gelösten Problem ein neues ergibt.

Wie bisher gilt es, den Sim nicht nur von einer Aufgabe zur nächsten zu hetzen. Grundbedürfnisse wie Harndrang, Sauberkeit, Hunger… wollen auch berücksichtigt sein. Werden die Grundbedürfnisse ignoriert, kann das für den Sim schlimmstenfalls sogar mit dem Ableben enden. Doch auch schon vorübergehender Wahnsinn muss nicht sein, die Nervenheilanstalt will man seinem digitalen Schützling doch sicher ersparen, gell! Die Interaktionsmöglichkeiten reichen von Gesprächen (die meist zu einem bestimmten Ergebnis führen) über Plauderei (für den Sympathiefaktor) bis hin zu Flirts (um intime Geheimnisse zu erfahren) oder sogar Machtspielchen wie das Einschüchtern (um an 1A-Geheimnisse zu kommen).

Mit jeder Bekanntschaft nehmen die ungewöhnlichen Vorgänge in Merkwürdighausen immer verworrenere Züge an, werden die Aufgaben immer mehr, hinzukommen ständig die Bedürfnisse des Sims, die es zu befriedigen gilt. Erschreckt von Geistern, auf der Jagd nach Untoten, zwischendurch ein heftiger Flirt mit Roboterdame Roberta, und immer wieder Jobs und Aufträge: Ihr habt alle Hände voll zu tun, um das Geheimnis dieses kleinen Örtchens zu lösen. Mit den konkreten Aufgaben und dem linearen Ablauf hat Die Sims 2 eine spannende Story bekommen, die der Sim in mehr oder weniger freier Problemlösung entwirren kann. Essen findet er in Kühlschränken, Klamotten gibt es in Kleiderschränken, gegen harte Simionen, versteht sich. Diese kann man sich aber durch diverse Minispiele verdienen, oder indem man die Geheimnisse der Charaktere verkauft – es finden sich immer Interessenten. Doch Vorsicht, nicht jeder Charakter ist erfreut, wenn Ihr aus seinem Intimleben plappert.

Grafisch gibt es solide Simkost, ohne große Höhepunkte, selbiges gilt für den Sound. Die Kameraperspektive ist frei wählbar. Die Ladezeiten sind mitunter aber recht happig. So werden manche Interaktionen zu einer wahren Geduldsprobe. Durch die Story bekommt Die Sims 2 einen Adventurecharakter, die Minispiele sorgen für Abwechslung. Man kann hier von einem gelungenen Einstand auf der PSP sprechen. Für Fans lohnt sich der Titel alle mal.

Christian Dännart