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Twisted Metal
Head On
Preis: ca. EUR 45,-

Entwickler:
Incognito

Erschienen bei:

Sony

In Twisted Metal - Head On schlüpft der Spieler in die Haut schräger Charaktere und steuert ebenso abgefahrene Vehikel. Doch handelt es sich hierbei nicht um ein weiteres Autorennen. Vielmehr regiert knallharte Action.

Jeder Charakter hat seine eigene Motivation, warum er bei diesem Zerstörungsreigen mitmischt. Sucht Euch einen aus und es kann losgehen. Der erste Schauplatz für die Schlacht ist das Große Blaue Stadion. Ein Radar verrät die Position Eurer Widersacher. Vieles vom Interieur kann demoliert werden. Das ist wichtig, damit man Teleporter zu geheimen Räumen findet, in denen Power-Ups und Waffen zu finden sind. Waffen wie Zielsucher-Raketen, Feuer-Raketen, Querschläger, Napalm und Fernlenker sind aber auch über das Szenario verteilt. Zudem hat jeder Charakter einen Spezialangriff. Mit diesem Arsenal bearbeitet Ihr Eure Gegner, wobei wir schon bei der Hauptaufgabe sind: Es gilt, eine gewisse Anzahl von Gegnern zu eliminieren. Diese mischen sich im Grunde unter harmlose Rennfahrer oder Verkehrsteilnehmer. Hinterlistige Aktionen wie rückwärtiges Feuern, Landminen zu verstreuen oder auch die Möglichkeit, Gegner erstarren zu lassen bringen etwas Würze ins Spiel.

Wie lange es dauert, bis Euer Angriffsziel über den Jordan geht, verrät ein Energiebalken über dessen Gefährt. Den Zustand über die eigene Karre verrät die Energieanzeige, außerdem kann man anhand des Schadensmodells sehen, wie fit das Fahrzeug noch ist.
Das Intro stimmt im Cartoonstil auf den Spielverlauf ein. Im Storymodus spielt man sich weitere Szenarien wie Los Angeles, Paris sowie Videosequenzen frei, die neben den Hauptquests mit Minispielchen locken. Im Wettkampf-Modus gilt es, eine Schlacht in einem Szenario nach Wahl zu überstehen. Im Modus Ausdauer hingegen sieht man sich einer nicht enden wollenden Gegnerschar ausgesetzt und muss kämpfen, was Waffen und Schilde hergeben.

Twisted Metal - Head On ist solide Action, nicht mehr und nicht weniger. Spieltiefe sucht man, auch troz der dünnen Storys über die einzelnen Charaktere, vergeblich. Dafür gibt es gnadenlose Kämpfe, und zwar Alle gegen Alle. Das Waffenarsenal ist umfangreich, da kommt wahre Freude auf. Doch variieren die Aufgabenstellungen groß nicht, lediglich die Anzahl der zu vernichtenden Widersacher und die Größe der Szenarien ändert sich. Der lineare Ablauf und der relativ knappe Umfang des Schrottgemetzels wirken sich nachteilig auf die Langzeitmotivation aus. Positiv hingegen sind die zahlreichen Multiplayer-Modi, so wurde auch die Möglichkeit des Host Game Sharing genutzt: Zwei Benutzer können sich auf dem Schlachtfeld Paris gegenseitig einheizen; eine UMD mit dem Spiel ist hierbei ausreichend. In weiteren Mehrspieleroptionen können bis zu 6 Spieler gegeneinander antreten, dort benötigen dann aber wieder alle Mitstreiter ein Spiel.

Christian Dännart