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Virtua Tennis
World Tour
Preis: ca. EUR 45,-

Entwickler:
Sumo Digital

Erschienen bei:

Sega

Die erfolgreiche Virtua Sportspiele-Serie der Entwickler SEGA hält nun auf der PSP Einzug. Das Debut auf Sonys Kleinstem gibt die Umsetzung des weißen Sports. Tennis wird zelebriert in den Metropolen, auf mondänen Schauplätzen. So auch hier, denn SEGA schickt nicht irgendwelche namenlose Pixelknechte in den Ring, pardon, auf den Platz, sondern Männlein und Weiblein von Rang, und den belegt die Rangliste. Die männliche Gattung ist mit u.a. Tommy Haas, Roger Federer, Juan Carlos Ferrero wohl präsentiert, bei den Frauen schwingen u.a. Venus Williams oder Lindsay Davenport den Schläger.

Natürlich geht es in diesem Spiel hauptsächlich um den Hauptmodus Welttournee und den Multiplayer Modus, in dem bis zu vier Spieler sich gegenseitig die Bälle um die Ohren hauen können. Weitere Modi sind das Schnelle Match, in dem ein zufälliges Einzel gegen die CPU gespielt werden kann. Auch können Turniere im Einzel oder Doppel ausgetragen werden. Das Freundschaftsmatch ist ähnlich dem Schnellen Match, allerdings kann man hier den eigenen und den Gegenspieler auswählen. Ballspiele hält einige kuriose Minispiele bereit, in denen bestimmte Aufgaben erfüllt werden müssen, wie Früchte auf dem Spielfeld einsammeln und dabei Bällen auszuweichen, oder eine Mauer gegen Bälle zu verteidigen. Nettes Beiwerk. Herzstück ist aber wie gesagt der Modus Welttournee. Zunächst erstellt Ihr Euch einen Spieler und eine Spielerin. Die Manipulationsmöglichkeiten für das Äußere sind beachtlich.

Als Nobody gilt es dann, über diverse Trainingsspiele erst einmal, sein Können zu trainieren und die Technik zu verfeinern. Dafür gibt es wieder Minispiele, wie etwa eine Maschinenbrigade mit Volleys zu eliminieren, für die Beinarbeit Bällen auszuweichen und gleichzeitig Fahnen aufzusammeln. Für das Schlagtraining bearbeitet Ihr einen Panzer, und für Aufschläge räumt Ihr ein Laufband mit wertvollen Preisen ab. Diese Ideen haben was, die Spielchen sind unterhaltsam und dank knackigem Zeitlimit auch recht knifflig.

Geld verdient wird aberauf dem Platz, auf dem bekanntlich ja auch die Wahrheit liegt, nämlich die, wie gut Ihr wirklich seid. Zunächst rangiert Ihr als Nobody auf Rang 300 der Weltrangliste, kaum ein Turnierveranstalter reißt sich um Euch. Also hin zu den kleinen Turnieren, siegen und etwas Geld mitnehmen. Trainiert Ihr fleißig, macht kreative Pausen und gewinnt Eure Spiele, dann steigt rasch Euer Ruf und die Preisgelder werden immer üppiger. Apropos, Euer Geld könnt Ihr in mehr oder weniger sinnvollen Dingen anlegen, so gibt es die Arbeitsausrüstung wie Schläger, Shirt und Schuhe und auch Accesoires wie Schweissband etc. und Ihr könnt sogar einen Doppelpartner mit unter (Zeit-)Vertrag nehmen.

Als erstes Tennisspiel auf der PSP schlägt sich Virtua Tennis World Tour sehr gut. Die Spielstätten sind sehr abwechslungsreich und liebevoll gestaltet. Auch die Spieler sind gut in Szene gesetzt. Die Begegnungen und die Minispiele sind von einer geeigneten weil realistischen Geräuschkulisse untermalt, vom klassischen Plopp der Tennisbälle bis hin zu den quietschenden Schuhen und dem Platzsprecher. Dank des großen Arcadeanteils ist der Titel also für die Zockerei zwischendurch als auch für die Aufbaustrategen zum Start einer virtuellen Karriere geeignet.

Christian Dännart