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Ys -
The Ark of Napishtim
Preis: ca. EUR 50,-

Erschienen bei:
Konami


Nun bekommen also auch die PSP-Spieler eines der populärsten Rollenspiel-Epen auf ihren Handheld. Die Rede ist von Ys: The Ark of Napishtim, welches fast 1:1 von der Playstation 2 auf die PSP umgesetzt wurde. Einzige Neuerung sind speziell für den Handheld entwickelte Elemente.

Nachdem ich meine Sprache ausgewählt hatte gelangte ich auch schon ins Hauptmenü. Wie es sich für ein japanisches Rollenspiel gehört, erklang dort das übliche Gedudel. Sorry, aber der Geschmack der Japaner in punkto Computerspiel-Musik lässt leider zu wünschen übrig, wohingegen die Storys sich durchaus sehen lassen können. So auch im Falle von Ys: The Ark of Napishtim, denn drei Jahre nach seiner letzten Schlacht wird Adol an einen Strand angespült. Dort wird er von zwei Mädchen Namens Isha und Olha entdeckt. Adol war ein Eresianer. Isha brachte Adol nun in ihr Dorf. Da die dort lebenden Elfen nicht so gut auf die Eresianer zu sprechen waren, stiess sie zu Beginn auf enormen Widerspruch. Wie es sich für ein Rollenspiel gehört, wird zu Beginn sehr viel gesprochen. Sobald ein Ausspruch zu Ende ist einfach die X-Taste betätigen, und weiter geht’s.

Nachdem Adol wieder unter den Lebenden weilt, heisst es sich erst einmal durchs Dorf zu fragen. Der Spieler betrachtet das Spielgeschehen aus der Ansicht schräg oben. Sehr übersichtlich! Ein negativer Aspekt waren die Ladezeiten. Sobald ich mit Adol in ein Haus oder nach kurzem scrollenden Bildschirm diesen verließ, kam die Anzeige „Es wird geladen“. Es dauerte dann schon eine Weile bis es weiter ging. Nachdem ich das Dorf verlassen habe, machte ich in den Wäldern erste Bekanntschaft mit Feinden. Egal ob zu Boden oder in der Luft, die Kreaturen wollen Euch ans Leder. Adol besitzt zu Beginn ein Schwert, zu welchem sich im Laufe des Spiels noch andere gesellen. Diese sind dann mit verschiedenen Magien versehen: Wind, Donner und Feuer. Dies ist auch dringend von Nöten, denn es kommen gewaltige Boss-Gegner und Feinde auf euch zu. Das Hauptziel ist jedoch, die Spielewelt zu erkunden. Schon nach kurzer Spielzeit fand ich eine eingestürzte Brücke, welche auf eine andere Insel führte. Auch müsst Ihr Gegenstände suchen, um diese dann irgendwo einzusetzen. Die Kämpfe gestalten sich recht actionreich. Einfach mit dem Quadrat-Knopf den Feind niederstrecken.

Für jeden besiegten Gegner erhaltet Ihr bares Geld. Die Magie darf bei einem Rollenspiel natürlich nicht fehlen. Die Story des Spiels weitet sich nach und nach aus. Es geht sogar soweit, dass Adol Mitstreiter rekrutieren muss, um feindliche Kreaturen zur Strecke zu bringen. Kommen wir nun zur technischen Seite des Titels. Die Grafik ist im Comic-Stil gehalten, und von daher nichts Atemberaubendes. Die Ansicht schwankt zwischen 2D- und 3D- Stilen. Zum Gameplay sei gesagt, dass sich Adol gut mit dem Analog-Stick manövrieren lässt. Die Kämpfe sind sehr übersichtlich und laufen meistens fair ab. Mit der Start-Taste gelangt der Spieler ins Hauptmenü, in welchem alle wichtigen Dinge eingesehen und geregelt werden können. Im Übrigen profitieren die PSP-Spieler von neuen Mini-Games, welche die Entwickler in Ys: The Ark of Napishtim involviert haben. Einfach antesten! Die Musik während des Spiels brachte mich schon nach kurzer Dauer auf die Palme. Auch die langen Ladezeiten stiessen mir bitter auf. Da ich kein Rollenspiel-Experte war musste ich schnell erkennen, dass der Einstieg ins Spiel sehr bedienerfreundlich ausgefallen ist. Wer auf Action-Rollenspiel steht sollte auf jeden Fall mehr als nur einen Blick riskieren. Also mich persönlich haute Ys: The Ark of Naphishtim nicht gerade vom Hocker.

Michael Birkle