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Crash Twinsanity
Preis: ca. EUR 55,-

Entwickler:
Traveller´s Tales

Erschienen bei:
Vivendi Universal

Einer meiner persönlichen Lieblingshelden Crash Bandicoot ist zurück! Dieses mal hatte ich die Ehre, sein neues Jump and Run-Abenteuer auf Microsoft´s Xbox zuspielen. Ich war sehr gespannt, was die Entwickler Traveller´s Tales aus der Xbox alles herauskitzeln. Nun gut, man mag es kaum glauben, aber stellt Euch vor, in Crash´s neuem Abenteuer spielt er Seite an Seite mit seinem ärgsten Widersacher Dr. Cortex.

Doch langsam, denn fiese Zwillinge haben Crash Bandicoots-Insel überfallen und drohen damit Crash und seine Freunde zu versklaven und den bösen Dr. Cortex zu eliminieren. Ihr merkt schon, dass Crash und Dr. Cortex ein und dasselbe Ziel haben: Die beiden Zwillinge zu vernichten! Somit verbünden sich die beiden und ziehen gemeinsam in den Kampf gegen die Zwillinge. Mit der Psychotron-Maschine reisen Dr. Cortex und das Crash-Team durch die Zeit, um das Rätsel bzw. den Hintergrund der beiden Zwillinge zu erforschen. Zum ersten Mal lässt sich Crash Bandicoot völlig frei in 3D-Levels bewegen. Die üblichen Dinge wie Aufsammeln der Äpfel oder auch Wumpa-Früchte genant, das Zerschlagen der Kisten sowie die TNT- und Nitro-Kisten sind natürlich mit von der Partie. Die Steuerung ist auch wie gehabt. Den Wirbelangriff, den Bauchklatscher und und und….. alles ist mit an Bord des neuen Teils. Was gibt es eigentlich an Neuerungen im neuen Abenteuer? Tja, das ist eine gute Frage. Da wären zum einen die Welt-Kisten, die für das automatische Speichern des Spielstands verantwortlich sind.

Eine weitere Neuerung sind die Sprengkisten. Hüpft darauf und alle Nitro-Kisten in der Umgebung werden in die Luft gejagt. In jedem Level gilt es, sich sechs verschiedenfarbige Edelsteine zu ergattern. Damit könnt Ihr Euch dann nette Bilder sowie kleine Videos freispielen. Zu Beginn des Spiels habt Ihr die Möglichkeit die Steuerung näher kennen zulernen. Entweder Ihr düst einfach auf der Insel umher oder Ihr folgt einer Person, die sich nach kurzer Zeit zu erkennen gibt. Um wen es sich hierbei handelt wird nicht verraten. Auf jeden Fall zeigt Euch diese Person, was Crash so alles drauf hat. Als er sich dann zu erkennen gibt, kommen auch schon die ersten Endgegner auf Euch zu. Hoppla, gleich zu Beginn wird es schon ein wenig knifflig. Nachdem ich diese Hürde genommen hatte, kamen die ersten Konflikte auf Crash zu. Die beiden Streithähne Dr. Cortex und Crash können es nicht lassen und gerieten aneinander. Dies wirkte sich so aus, dass sich Beide ständig prügelten und Ihr sie gemeinsam steuern müsst. Quasi rollt Ihr nun beide durch den ersten Level, der Höhlen-Hölle. Ein ganz schön schwieriges Unterfangen, wie ich nach kurzer Zeit herausfinden musste. Auch das Speichern fand ich ein wenig seltsam. Betätigt man die Start-Taste, gelangt der Spieler auf den Bildschirm, auf welchem alles zu ersehen ist. Unter anderem ist dort eine Funktion, welche sich „Spiel speichern“ nennt. So, nun sollte man meinen, ich kann an jeder Stelle das Spiel speichern, von wegen, es geht eben immer nur an den Welt-Kisten. Mein lieber Schwan, diese Tatsache brachte mich gleich zu Beginn auf 180.

Denn diese so genannten Welt-Kisten kommen nicht sehr häufig vor. Die beiden rollenden Helden lassen sich manchmal nur schwer kontrollieren, und so lässt es sich nicht vermeiden, dass der eine oder andere Absturz vorprogrammiert ist. Und dann geht es immer wieder zurück zum letzten Kontrollpunkt. Auf jeden Fall werdet Ihr ständig mit Informationen gefüttert, was Ihr zu tun habt. Es ist ab und an auch von Nöten, Gegenstände zu schieben, um Nitro-Kisten zu zerstören. Im weiteren Spielverlauf gilt es, den Weg für Dr. Cortex frei zuräumen, da dieser von einem Schwarm Bienen umworben wird. Alles in Allem ist das neue Abenteuer von Crash Bandicoot nicht mit sehr vielen Änderungen bestückt. Warum auch Altbewährtes über Bord werfen. Die Optik ist auf jeden Fall gut, wobei die Xbox sicherlich mehr hergeben dürfte. Die Helden lassen sich flüssig lenken, allerdings habe ich mit der Kameraperspektive in manchen Situationen zu kämpfen gehabt. Da nützt es auch nichts, dass diese mit dem rechten Analaog-Stick frei schwenkbar ist. Die Musik und die Dialoge sind natürlich zum Schmunzeln. Auch die Mimiken der Protagonisten sind äußerst amüsant. Wer schon auf die ersten Teile steht, der wird auch hier gut bedient.

Michael Birkle