Xbox  
 
Dark Summit
Preis: ca. EUR 60,-

Entwickler:
Radical Entertainment

Erschienen bei:
THQ

Normalerweise geht es bei den meisten Snowboard-Spielen immer nur darum, die besten Positionen bzw. die besten Tricks zu erreichen. Mit diesem Klischee ist bei Dark Summit nun aber Schluss, denn hier schlüpft Ihr in die Rolle eines Snowboarders und müsst im Stile eines Action-Adventure verschiedene Aufgaben bzw. Missionen erfüllen.

Das Geschehen findet in der nordamerikanischen Bergwelt Mount Garrick statt. Dort waren Snowboarder noch nie gern gesehen, und das lässt Euch Ranger Chief OŽLeary ständig spüren. Kurzum, er möchte sie komplett vom Berg entfernen. Dies wird Euch durch eine nett anzuschauende Intro-Sequenz bildlich dargestellt. Dass natürlich noch mehr dahinter stecken muss ist doch glasklar. Und zwar wurde ein unbekanntes Objekt gesichtet, welches genau in der Region um den Mount Garrick niederging. Nun seid Ihr an der Reihe, um das Geheimnis am Mount Garrick zu lüften. Zu Beginn ist natürlich nur ein Snowboarder, in dem Fall ist es sogar eine Snowboarderin, welche den bezaubernden Namen Naya trägt, frei anwählbar. Im späteren Verlauf lassen sich dann noch weitere sieben Brettartisten freispielen.

Auch eine Anzahl von Outfits lassen sich mittels Ausrüstungspunkte noch erzocken. Das wichtigste aber bei Dark Summit sind die Liftpunkte. Diese erhaltet Ihr, wenn Ihr gewisse Aufgaben erfüllt. Die einzelnen Aufgaben erhaltet Ihr immer an sogenannten Kabinen, welche mit einem gelben Licht beleuchtet sind. So heißt einmal die Devise: Haut vor den Skiwachen ab! Aber auch auf die Steuerung wird am Anfang eingegangen, denn so solltet Ihr eine gewisse Anzahl von Tricks ausführen, um die nötigen Liftpunkte zu ergattern. Diese werden benötigt um den Gipfel und somit auch dem Geheimnis um Mount Garrick näher zukommen. Habt Ihr eine Aufgabe vermasselt, kein Problem, steigt einfach in den Lift und probiert es erneut. Selbstverständlich gibt es auch einen Trainingsmodus, in welchem Ihr die Strecke, sowie die Steuerung näher kennen lernen könnt. Das ist auch bitter notwendig, denn der erste Abschnitt hat eine ziemlich heftige Länge, und jede Menge an Überraschungen für Euch parat.

Ihr könnt nicht nur "grinden", sondern die Brettartisten erlernen mit der Zeit sogenannte Spezial-Tricks wie z.B. den "High Kick". Diese werden dann durch eine gewisse Tastenkombination der farbigen Knöpfe auf dem Xbox-Controller vollführt. Das mit den Tricks stellte sich als ziemlich schwierig dar, weil die Boarder immer ein wenig verzögert reagieren. Sobald Ihr den ersten Berghang absolviert habt und nicht genügend Liftpunkte auf Eurem Konto habt, müsst Ihr noch mal in den Lift steigen, und den selben Bergabschnitt herunterdüsen. Selbstverständlich erscheinen die bestandenen Aufgaben nicht mehr, sondern werden von neuen Herausforderungen ersetzt. Des weiteren befinden sich im Spiel noch fünf Agenten, welche Euch mit Informationen versorgen. Es sind nämlich fünf Bombenteile auf dem Berg versteckt. Folgt einfach dem Agenten und schon führt er Euch zu einem Teil der Bombe. Mit längerer Spieldauer werden selbstverständlich die Missionen sowie die Ordnungshüter immer strenger. Insgesamt sind 45 Herausforderungen und Missionen integriert, so dass es schon eine Weile dauern kann, bis Ihr den Gipfel von Mount Garrick erreicht habt. Kommen wir nun zur technischen Seite des Titels.

Also an der Grafik gibt es wirklich nichts zu meckern, denn die riesige Bergwelt hat optisch einiges zu bieten. Fegt einfach über einen Picknick-Tisch hinweg, oder werdet von steilen Rampen in eine schwindelerregende Höhe katapuliert, in welcher Ihr dann coole Tricks ausführt, um an die nötigen Trickpunkte zu gelangen. Leider geht die Framerate bei vielen Aktivitäten auf dem Bildschirm ein wenig nach unten, so dass es zu Ruckel-Einlagen kommt. Zum Gameplay sei nur so viel gesagt, dass sich die Boarder sehr feinfühlig steuern lassen, jedoch die Trickausführungen etwas träge ausfallen. So kann es leider schon das Eine oder Andere Mal zu Unannehmlichkeiten kommen. Der Sound, inklusive Sprachausgabe, schneidet gut ab, so dass man eigentlich Boardern, die auf den nächsten Winter warten müssen nur raten kann, sich Dark Summit ein wenig genauer anzuschauen. Dark Summit kitzelt sicher noch lange nicht alles aus der Xbox, allerdings ist die Spielidee, ein Action-Adventure aus einem Snowboard-Spiel zu machen, nicht schlecht. Unbedingt anzocken!

Michael Birkle