Archiv>> Xbox  
 
Dead Or Alive: Extreme Beach Volleyball
Preis: ca. EUR 60,-

Entwickler:
Tecmo

Erschienen bei:
Microsoft

Seit Monaten findet man in jedem Magazin Berichte über Dead or Alive: Xtreme Beach Volleyball. Nachdem man Dead or Alive 3 als Beat´em Up-Spiel in Erinnerung hat, wagen sich die Entwickler von Tecmo in neues Terrain vor. Weg vom wilden Geprügel, hin zu … ja wohin eigentlich…. zum Volleyball-Sport. Alle Experten waren sich einig, dieses Spiel soll der Grafik-Hit schlechthin werden. Nun ist Schluss mit den ganzen Spekulationen über Dead or Alive: Xtreme Beach Volleyball, denn jetzt gilt es.

Bevor ich jedoch loslegte, stellte ich mir eine Frage: Für was steht das Wort Xtreme? Tja, nachdem ich das Intro gesehen, und den Mund auch wieder geschlossen hatte, wusste ich für was das "Xtreme" steht. Nämlich eindeutig für eine Hammer-Grafik, und vor allem für viel nackte Haut, bzw. Frauen, welche sich leicht bekleidet am Pool räkeln oder sich ebenfalls mit knapper Kleidung dem Volleyball-Sport widmen. Mein lieber Schwan…. Unglaubliche Optik!!! Zu Beginn habt Ihr die Möglichkeit, zwischen einem puren Volleyball-Match oder einem Besuch auf der Zack-Insel (ein bekannter Kämpfer aus der Dead Or Alive-Serie, quasi der Dennis Rodman des Beat´em Up´s). Beim Match heisst es zwei gegen zwei. Wählt zu Beginn die Mädels aus, inklusive Bekleidung, und schon können die sportlichen Bewegungen losgehen. Wer jetzt eine anspruchsvolle Volleyball-Simulation erwartet, den muss ich gleich enttäuschen.

Hier steht eindeutig der Spass und natürlich die Optik im Vordergrund. Merkt Euch einfach nur die beiden Tasten A und B, und schon kann Euch nichts passieren. Die Sprachausgabe ist übrigens in japanisch, allerdings mit deutschen Untertiteln. Der Hauptaugenmerk stellt sicherlich der Besuch auf der Zack-Insel dar. Dort habt Ihr neben Volleyball spielen auch noch die Möglichkeiten, ins Kasino zu gehen. Das Shoppen darf selbstverständlich nicht fehlen, sowie kleine Mini-Spielchen, welche für Abwechslung sorgen. Um an das nötige Kleingeld zu kommen, heisst es entweder Roulette, Poker oder Black Jack spielen, oder besiegt einfach ein Team beim Volleyball, und schon klingelt die Kasse. Deckt Euch dann mit Sonnenbrillen, Taschen, Baseball-Caps und natürlich knappen Bikinis ein. Geht dann auf Euer Zimmer und zieht Euch um. In der Radio-Station habt Ihr sogar die Möglichkeit, Eure eigene Musik ins Spiel einzubauen. Sobald sich Euer Mädel ein wenig ausruht, wie z.B. an dem Private Beach, könnt Ihr mittels des rechtes Stick die Kamera nach Belieben schwenken. Auch das Zoomen ist möglich. Natürlich könnt Ihr jederzeit die Insel verlassen und das Spiel somit beenden.

Denkt aber unbedingt vorher ans Speichern! Also, was soll ich sagen…. Auf alle Fälle ist Dead Or Alive: Xtreme Beach Volleyball von der Grafik her ein absoluter Mega-Hammer. Die eingespielten Filmchen sind wirklich erste Sahne. Egal ob Lichteffekte oder andere Details, die Entwickler haben hier ein Meisterwerk in Punkto Optik geschaffen. Was das spielerische angeht, lässt es allerdings etwas zu wünschen übrig. Denn außer kräftig Items sammeln und kleinen Mini-Spielchen ist hier wenig möglich. Auf Dauer wird das Roulette spielen einfach ein wenig langweilig. Der Soundtrack hingegen überzeugt mit coolen Reggae- und Funk-Tracks und bringt den Spieler in die nötige Urlaubsstimmung. Leider kann man das Spiel nur zu zweit spielen, und nicht eben zu viert. Schade, denn dann wäre es der Party-Spass schlechthin. Wer bisher der Xbox nichts zugetraut hat, der sollte sich auf jeden Fall Dead Or Alive: Xtreme Beach Volleyball anschauen. Wer jedoch nicht nur knappe Bikinis sehen, sondern eine Volleyball-Simulation zocken möchte, der sollte vorher auf jeden Fall kurz Probe spielen, oder lieber gleich zu Beach Spikers für den Gamecube greifen.

Michael Birkle

Features:
Spieler 1-2
Eigene Soundtracks
Dolby® Digital-Unterstützung