Xbox  
 
DTM Race Driver Directors Cut
Preis: ca. EUR 55,-

Entwickler:
Codemasters

Erschienen bei:
Codemasters

Mit der TOCA-Serie haben die Entwickler von Codemasters eine Rennserie geschaffen, welche mich über die Jahre hinweg in punkto Rennspielen sehr geprägt hat. Kam der erste Teil noch auf der PSone raus, so dürfen wir nun diese Reihe anno 2003 auf der Xbox mit dem Titel DTM Race Driver Director´s Cut begrüssen.

Sicherlich ist das erste Spiel nicht mehr mit dem heutigen zu vergleichen. Alleine die Technik hat einen grossen Schritt nach vorne getan. Alle Playstation 2-Besitzer haben vor einiger Zeit schon die Ehre gehabt, sich mit DTM Race Driver ausführlich zu beschäftigen, wohingegen die Xbox und die PC-Gemeinde erst jetzt in den Genuss kommt. Eines gleich vorweg: Das Warten hat sich gelohnt, denn für die Director´s Cut-Version wurde Einiges draufgepackt, im Vergleich zur Playstation 2-Fassung. Hattet Ihr es bei der PS2 mit 14 Fahrzeugen auf der Strecke zu tun, so sind es bei der Xbox-Version satte 20 Boliden. Auch die Saisondaten wurden aktualisiert. Auf die Technik komme ich noch im späteren Verlauf des Reviews zu sprechen. Schon das Intro zeigt dem Betrachter, dass die Entwickler völlig neue Wege in der TOCA-Serie gehen. Ein Rennspiel im Stile einer Daily Soap. Der Sohn des berühmten McKane-Rennfahrers muss leider mit anschauen, wie dieser bei einem Rennen ums Leben kommt.

Ihr könnt Euch nun sicher denken, was als nächstes kommt, denn die nächste Sequenz zeigt Ryan Jahre später als Talent im Motorsport. Beobachtet von einigen Managern machen diese ihm ein Angebot. Nun schlüpft Ihr in die Rolle des Ryan McKane und nehmt in Eurem Büro platz. Klickt dort die Rubrik "Freizeit" an, und Ihr könnt Einzelrennen, Multiplayer sowie Zeitrennen starten. Das Herzstück des Spiels ist natürlich eine Laufbahn als Rennfahrer zu starten. Zuerst müsst Ihr Euch in drei Runden auf einer Strecke namens Brands Hatch beweisen, welche Ihr in einer vorgegebenen Zeit absolvieren müsst. Schafft Ihr es, bekommt Ihr e-mails mit Angeboten, bei Rennserien mitzufahren. Selbstverständlich lautet zu Beginn die Devise: Bitte kleine Brötchen backen, doch auch diese machen Lust auf mehr, denn DTM Race Driver DC hat mich von der ersten Sekunde in den Bann gezogen und auf ganzer Linie überzeugt. Einziger Wehrmutstropfen ist sicherlich die Tatsache, das Ihr Euch den Startplatz im Meisterschafts-Modus nicht selbst erfahren könnt, sondern irgendwo hinplatziert werdet. Zwischen den einzelnen Rennen und Serien werden immer wieder Sequenzen gezeigt, welche natürlich vom Spielverlauf abhängen.

Fahrt Ihr schlecht, so verliert Ihr natürlich an Interesse, wohingegen Ihr bei Erfolgen sogar Pressekonferenzen gebt. Leider finde ich persönlich die Zwischensequenzen ein wenig blass und die Konturen strotzen auch nicht gerade vor Feinheit. Halb so wild, denn beim Rennen überzeugt die Grafik auf der ganzen Linie. Selten sahen Tourenwagen so detailliert aus. Auch sucht man hier vergebens nach Pop-ups, geschweige denn Ruckler bei der Grafikengine. Ein weiterer Pluspunkt ist das Gameplay. Das Fahrverhalten der Boliden ist wirklich erste Sahne. Hier darf gedriftet werden, bis der Arzt kommt. Mit den beiden L- und R-Tasten wird gebremst, bzw. Gas gegeben. Das Lenken mit dem linken Analog-Stick läuft nach ein paar Runden auch super von der Hand. Auch Eure Mitfahrer sind mit mächtig viel Intelligenz gesegnet worden, denn diese rammen Euch nicht blind, sondern wechseln gekonnt die Spur. Auch fabrizieren sie den einen oder anderen Fahrfehler, womit sie Euch damit zum überholen einladen.

Beim Umfang haben die Entwickler nicht gespart, denn insgesamt sind 42 verschiedene Automodelle am Start. Das reicht vom Mini-Cooper bis hin zur Dodge Viper. Außerdem sind 13 Rennserien im Spiel eingebaut, welche auf über 20 Strecken gefahren werden. Kassiert für jeden Sieg zehn Punkte sowie die Siegesprämie. Das Schadensmodell kann sich auch sehen lassen, denn bei jeder Berührung verabschiedet sich ein Stück Eurer Karosserie. Je härter der Einschlag, desto heftiger der Schaden. Je mehr an Eurem Fahrzeug defekt ist, desto langsamer wird das Auto, bzw. desto schlechter lässt er sich lenken. Zwischen den einzelnen Rennserien werdet Ihr von Kollegen zu einem Rennen herausgefordert. Gewinnt Ihr dieses Kopf-an-Kopf-Rennen, dürft Ihr einen neuen Wagen in Eurer Garage begrüssen. Klasse! Ich bin mir sicher, dass ich noch etwas vergessen habe, aber Schluss mit dem Geschreibe, denn ich fordere jeden, der sich dieses Review durchgelesen hat auf, sich sofort in den nächsten Laden zu begeben und sich das Kracher-Rennspiel DTM Race Driver DC zuzulegen. Mehr als nur ein Pflichtkauf…..

Michael Birkle