Xbox  
 
FIFA Fussball Weltmeisterschaft 2002
Preis: ca. EUR 60,-

Entwickler:
EA Sports

Erschienen bei:
Electronic Arts

Grosse Ereignisse werden in der Videospiele-Welt natürlich sofort fürs heimische Wohnzimmer via Computerspiel entwickelt, so auch im Fall der Fussball Weltmeisterschaft in Südkorea und Japan. Ich denke, dass die FIFA-Reihe von EA Sports jedem ein Begriff sein dürfte. Eben diese Entwickler schicken als einzige das offiziell lizenzierte Videospiel zur Fussball Weltmeisterschaft 2002 ins Rennen.

Schon bei der Intro-Sequenz kann man erkennen, dass sie nicht gegeizt haben, denn zwischen den Spielszenen kann man das Orchester erkennen, welches für die musikalische Untermalung verantwortlich ist. Bei dem Orchester handelt es sich um das "Vancouver Symphony Orchestra". Im Hauptmenü besteht Möglichkeit, zwischen einem Freundschaftsspiel und eben dem WM-Turnier auszuwählen. Die obligatorischen Optionen dürfen selbstverständlich nicht fehlen. Als Bonbon bekommt der Spieler exclusive "Behind the Scenes"-Ausschnitte, in welchen z.B. der Kommentator "Poschi" über seine persönliche WM-Vergangenheit oder seine WM-Favoriten spricht. Ein nettes Feature! Ich starte also ein WM-Turnier und entscheide mich für Italien. Nachdem sich der Ladebildschirm verabschiedet hat, schwenkt die Kamera durch das Stadion.

Die Optik sieht schon erste Sahne aus. Der Hintergrund wie Zuschauer sind voll animiert. Da werden Fahnen geschwenkt und jede Menge an Papierschnipsel geworfen. Der Einmarsch der Gladiatoren ist auch sehenswert. Leider werden vor dem Spiel keine Nationalhymnen gespielt. Zu den Arenen sei noch am Rande erwähnt, dass es sich bei allen um die originalen Stadien aus Südkorea und Japan handelt. Auch die kompletten Trikots und Spielernamen der einzelnen Teams sind identisch mit ihren Originalen. Ja, selbst das runde Leder ist übernommen worden. Allen Spielern unter Euch, welche sich schon mit FIFA 2002 befasst haben dürfte das neue Passsystem bekannt sein. Den Neulingen unter Euch sei gesagt, dass man bei FIFA WM 2002 die Stärke des Passes sowie die Richtung selbst bestimmen muss. So ist es möglich, geniale Pässe in den freien Raum zu spielen. Sobald eine gute Gelegenheit für solch einen ist, wird es Euch mit Linien angezeigt. Frustiert zu Beginn ein bisschen, jedoch lernt man es mit längerer Spieldauer zu lieben. Ansonsten sind die üblichen Features wie das "Sprinten" der einzelnen Kicker sowie die berühmten Bananenflanken, welche mit den beiden Schaltern am Xbox-Controller mit jeder Menge an "Effet" geschlagen werden können.

Auch die Stärke des Schusses gilt es selbst zu bestimmen. Ein neues Feature sind die Starspieler in jedem Team. Vorgegebene Spieler haben einen Stern über dem Kopf, und diese sind dann besonders "heiss". Sei es im Abschluss oder im Behandeln des Balles. Ihr werdet Ihre Fähigkeiten schon nach kurzer Zeit zu schätzen wissen. Auch die Möglichkeiten, mit dem Ball umzugehen wurde ein wenig erweitert. So sind mittels des kleinen schwarzen Knopfes verschiedene Variationen des Übersteigers möglich. Auch das Hochhalten des Balles mit direktem Torschuss ist im Spiel mit an Bord. Checkt einfach das beiliegende Booklet! Im übrigen sind auch die beiden Maskottchen dieser WM des öfteren im Bild zu sehen. Irgendwie erinnern mich die Beiden an die Teletubbies. Die ganzen Menüs sind wie man es von EA Sports eigentlich gewöhnt ist, schön dargestellt. Beim laufenden WM-Turnier werdet Ihr mit einer laufenden Schrift immer über die Ergebnisse der übrigen Begegnungen oder andere Dinge informiert. Die kompletten Einstellungen Eures Teams wie z.B. Aufstellung oder Taktik lassen sich nach jedem Match problemlos individuell ändern. Habt Ihr eine WM mit einem Nationalteam mit Erfolg abgeschlossen, winken Euch nette Bonis.

So habe ich mit Italien den Titel geholt, und im Freunschaftsspiel-Modus eine Europa-Auswahl freigespielt. Im Großen und Ganzen kann man eigentlich nur jedem raten, sich FIFA WM 2002 zu zulegen, da der Titel das verspricht, was im Vorfeld darüber geschrieben wurde. Besonders das Gameplay sticht heraus, denn es ist sehr real ausgefallen. Rollt ein Ball in die Nähe der Auslinie, so versucht der Spieler mittels Rutschen, sich den Ball noch vor der Auslinie zu angeln. Auch in den Zweikämpfen wird mächtig gezogen und Ähnliches. Vorsicht aber beim Grätschen, denn der Schiedsrichter greift schnell in die Tasche und zückt eine Karte. Die Spieler haben zwar immer noch mit Zombies eine gewisse Ähnlichkeit, aber dafür bewegen sie sich sehr elegant über die Grünflächen. Und zu den Stadien sei nur soviel gesagt: Genial! Die ganze Atmosphäre während und nach dem Spiel ist gut in Szene gesetzt worden. So sind ständig Zwischenrufe rauszuhören. Also los, macht Deutschland wenigstens virtuell zum Weltmeister.......

Michael Birkle