Xbox  
 
NBA Live 2003
Preis: ca. EUR 60,-

Entwickler:
EA Sports

Erschienen bei:
Electronic Arts

Nun bekommt also auch die Xbox die Basketball-Simulation NBA Live 2003 aus dem Hause EA Sports serviert. Auf dem Cover befindet sich kein geringerer als Jason Kidd von den New Jersey Nets. Die aktuelle NBA-Saison verspricht ja mächtig viel Spannung. Zeichnete sich zu Beginn ein Durchmarsch der Dallas Mavericks um unser "German Wunderkind" Dirk Nowitzki ab, so kommen die Titelverteidiger der LA Lakers immer besser in Fahrt.

Auch die Sacramento Kings sind ein heisser Titelaspirant. Widmen wir uns jedoch nun den virtuellen Dunk-Königen. Fand ich die letzten NBA Live-Updates nicht so atemberaubend, so stellte ich schnell fest, dass mich NBA Live 2003 von der ersten Minute an die Konsole fesselte. Dies liegt sicherlich an der guten Optik, aber vor allem an der exzellenten Steuerung. Besonders hervorzuheben ist sicherlich die Freestyle-Steuerung. Denn mittels des rechten Analog-Sticks führen die Protagonisten schnelle Ausfallschritte sowie blitzschnelle Steals aus. Doch wollen wir nicht gleich alles vorweg nehmen und steigen im Hauptmenü ein. Für alle Neulinge haben die Entwickler von EA Sports natürlich ein Training eingebaut, in welchem man sich die Steuerung sehr gut aneignen kann. Da ich ein erfahrener NBA Live-Zocker bin, übersprang ich diesen Part. Es stehen Euch noch der Franchise-Modus zur Wahl, in welchem Ihr komplett als Spieler, Trainer und General Manager auftreten könnt. Und das über mehrere Seasons. Auch "Eins gegen Eins" ist im Spiel mit eingebaut. Wählt zwei Spieler Eurer Wahl aus, und ab geht die Post. Nachdem ich mich für die Dallas Mavericks entschieden haben, staunte ich beim ersten Schwenk durch die Arena nicht schlecht. EA Sports haben in punkto Grafik einen grossen Schritt nach vorne gemacht. Das nervige Flimmern oder Ruckeln ist völlig verbannt worden. Der Einmarsch der Spieler ist wie eh und je gut in Szene gesetzt worden.

Gleich bei den ersten Spielzügen merkte ich schnell, dass das Spiel extrem an Geschwindigkeit zugenommen hat. Durch die Freestyle-Steuerung bekommt das Spiel noch viel mehr Realismus. Es lassen sich gute Dribblings ausführen. Dass der Basketballsport nicht mehr völlig ohne Körperkontakt ist, beweist uns auch NBA Live 2003. Hier kann schon einmal passieren, dass der Center-Spieler, welcher unter dem Korb ausblocken soll, mal locker über den Haufen gerannt wird. Und man wartet vergebens auf den Pfiff der Schiedsrichter. Besonders die Kameraperspektive "Spielfeldmitte" hat es mir angetan. Es fehlt zwar ein wenig die Übersicht, doch man ist voll nah am Geschehen dran. NBA Live 2003 ist ein wenig vom Simulationsweg abgekommen und nun wesentlich arcadelastiger. Selten ließen es die Spieler bei den Dunks so krachen. Aber besonders die Blocks sind stellenweise übertrieben. Für die musikalische Untermalung sind Bands wie Busta Rhymes, Snoop Dogg oder Fabolous zuständig. Natürlich sind alle originalen Teams mit sämtlichen Statistiken an Bord. Selten hat mir ein NBA Live-Update so gut gefallen wie das für 2003. Ein Spiel, welches jeder Xbox-Besitzer zumindest einmal angespielt haben sollte…..

Michael Birkle