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Need for Speed - Underground
Preis: ca. EUR 60,-

Entwickler:
EA Games

Erschienen bei:
Electronic Arts

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass die Need for Speed-Reihe aus dem Hause Electronic Arts bisher fast völlig an mir vorbei gerauscht ist. Einen genauen Grund kann ich nicht nennen, allerdings wurde ihr neuer Teil, welcher den Beititel „Underground“ trägt, im Vorfeld so hoch gelobt, dass ich mir nun vorgenommen habe, mich zum ersten Mal näher mit der Arcade-Racer-Reihe Need for Speed zu beschäftigen. Für diesen Test krallte ich mir die Xbox-Version und tauchte nun in den Untergrund der Autoszene ab.

Schon die Intro-Sequenz zeigte mir, welch bombastischen Lichteffekte die Entwickler in den neuen Teil gepackt haben. Wie es sich für EA gehört, haben sie bei den Music Trax wieder aus dem Vollen geschöpft. Für die Mucke sorgen Bands wie Crystal Method, Static X, Petey Pablo, Rancid, Story of the Year und und und….. coole Sache!!!! Das Herzstück dieses Spieles ist natürlich der Underground-Modus. Dort beginnt der Spieler als Frischling und hat die Wahl zwischen einem Golf GTI, einem Peugeot 206 oder einem Mazda MX5. Die Autos sind alle fabrikneu, und somit alle Teile original. Ihr habt nun die Aufgabe, Euch in der Szene einen Namen zu machen. Nur durch Erfolge werden die Leute auf Euch aufmerksam. Schon nach wenigen Minuten kam mir schnell der Film „The Fast and the Furious“ in den Sinn. Auch hier finden auf den Strassen einer Großstadt illegale Rennen statt. Selbstverständlich geschieht alles Nachts. Die Rennen sind in vier Kategorien unterteilt. Zum einem gibt es die Rundkurse, dann die so genannten Sprints, die Drags sowie zu guter Letzt die Driftrennen. Um alles durch- bzw. freizuspielen, warten auf den Spieler insgesamt 111 Aufgaben.

Für die Langzeitmotivation ist also auf jeden Fall gesorgt. Bei den Rundkursen geht es meistens auf drei Runden. Nach jeder Runde scheidet der letztplazierte aus. Der Beste bleibt bis zum Schluß übrig. Bei den Sprints gilt es, einen gewissen Streckenabschnitt in einer gewissen Zeit zu absolvieren. Entweder startet Ihr alleine oder Ihr habt maximal noch drei weitere Mitstreiter an Eurer Seite. Diese machen Euch das Leben nicht gerade einfacher! Bei den Drag-Rennen gilt es, schnell und perfekt den nächsthöheren Gang einzulegen. Die Strecken führen meistens geradeaus und enden in schwindelerregenden Geschwindigkeiten. Unglaublich! Bei den Drift-Rennen geht Ihr immer alleine an den Start. Nun lautet die Devise: Lasst Euren Flitzer in den Kurven driften bis die Reifen glühen. Doch Vorsicht: Bei Berührung der Leitplanke gibt es null Punkte. Je höher die Geschwindigkeit desto mehr Punkte könnt Ihr einheimsen. Vor jedem Wettbewerb ist es Euch möglich, den Schwierigkeitsgrad zu wählen. Leicht, mittel und schwer. Entscheidet Ihr Euch für den schweren Modus, dann klingelt die Kasse natürlich lauter als beim leichten. Mit diesem gewonnen Geld heisst es dann ab in den Tuning-Shop. Dort ist es möglich, die Bremsen, Einspritzanlage, Motor und viele weitere Dinge aufzutunen. Allerdings gilt es sich erst, die Stufen zu erfahren.

Während der Rennen könnt Ihr Euch noch Style-Points (für gute Sprünge oder knappe Überholmanöver) verdienen. Mit diesen schaltet Ihr Euch dann neue Aufkleber, Spoiler, Auspuff... für Euren Flizer frei. Für gute Fahrleistungen kommt Ihr sogar auf die Titelseite von Automagazinen. Im Laufe des Spieles kommen dann weitere Autos hinzu. Wollt Ihr in ein neues Auto einsteigen, kostet dies immer eine Kleinigkeit. Die Tuningteile werden aber übernommen. Im Leben gibt es einfach nichts umsonst. Also ich muss wirklich sagen, dass es mir Need for Speed Underground wirklich angetan hat. Die Grafik ist atembraubend. Vor allem die Lichteffekte sind ein wahrer Augenschmaus. Bei viel Verkehr auf den Strassen kommt das Spiel leider ein wenig ins Ruckeln. Besonders gut sind die Sprünge und die Zusammenstösse mit anderen Kraftfahrern ins Szene gesetzt worden. Im Stile der Matrix-Zeitlupe bekommt dies der Spieler exzellent präsentiert. Fahren lassen sich die Boliden auch gut. Das Geschwindigkeitsgefühl kommt prima rüber. Die Anzahl der Autos lässt leider ein wenig zu wünschen übrig. Auch bei den Strecken hätten die Entwickler ein wenig mehr draufpacken können. Dies soll aber den guten Gesamteindruck nicht im geringsten schmälern. Need for Speed Underground ist zwar keine Simulation, da sich die Autos im Fahrverhalten nicht sonderlich unterscheiden, jedoch hat mich dieser Racer total in seinen Bann gezogen. Unbedingt reinschauen……

Michael Birkle

Features:
Spieler 1-4
Dolby® Digital-Unterstützung