Xbox  
 
Rallisport Challenge
Preis: ca. EUR 55,-

Entwickler:
Digital Illusions CE

Erschienen bei:
Microsoft

Was Rally-Rennspiele betrifft, bin ich von der Playstation sehr verwöhnt. Man nehme nur V-Rally oder Colin McRae Rally, und natürlich nicht zu vergessen, das ultimative Gran Turismo 3. Von daher bin ich sehr neugierig, was Microsoft´s Xbox in punkto Rennspiele auf dem Kasten hat.

Das Spiel trägt den recht unspektakulären Titel Rallisport Challenge und wurde von Digital Illusions entwickelt. Als ich mir das Cover anschaute und entdeckte, dass sich 48 Strecken in vier verschiedenen Rally-Arten (Rally, Bergfahrt, Gelände-Rally und Eis-Rennen) im Spiel befanden, staunte ich nicht schlecht. Außerdem sind 29 voll lizenzierte Original-Rally-Rennwagen wie z.B. Audi Quattro S1 mit von der Partie. Ihr merkt jetzt schon, dass sich der Umfang von Rallisport Challenge sehen lassen kann. Wollen wir nun aber ins Spielgeschehen einsteigen und starten den Karriere-Modus. Natürlich stehen zu Beginn nicht alle Wagen und Strecken zur freien Verfügung. Im übrigen gibts noch das Einzelrennen-/Zeitfahr-/Multiplayer-Modus. Die Multiplayer-Rennen werden Kopf an Kopf ausgetragen. Zurück jedoch zu meiner Rally-Karriere. Sie beginnt in der Profi-Klasse, und meine Aufgabe besteht nun darin, den ersten Cup, welcher aus vier Rennen besteht, erfolgreich abzuschließen.

Die meisten Rallys fahrt fahrt Ihr gegen die Uhr. Insgesamt sind mit Euch vier Fahrer am Start. Unten links wird bei jedem Checkpoint Eure aktuelle Position mit Rückstand angezeigt. Bei den Eis-Rennen sind sogar alle vier Autos gleichzeitig auf den Rundkursen am Start. Die meisten Strecken sind jedoch One-Way. Für jedes Rennen gibt es Punkte zu verteilen. Die Hauptpunkte erhaltet Ihr natürlich für die Position, jedoch zählt auch der Schaden am Auto sowie das Höchsttempo. Habt Ihr genug Punkte erhalten, öffnet sich automatisch der nächste Cup. Das Schadensmodell der Rally-Flitzer ist sehr realistisch gehalten, denn man kann ein verzogenes Chassis und zersplitterte Glasscheiben erkennen. Je höher der Schaden, desto weniger Punkte könnt Ihr auf Eurem Konto gutschreiben. Selbstverständlich befindet sich auch hier ein Beifahrer im Auto, welcher Euch gezielt die Kurven, bzw. Streckenführung vorsagt. Kommen wir nun aber zur entscheidenen Frage: Wie lassen sich die Boliden durchs Gelände jagen? Einfach genial. Mit dem linken Analog-Stick lassen sie sich sehr genau und präzise lenken. Besonders das Driften in den Kurven funktioniert traumhaft. Mit dem rechten Schalter wird beschleunigt, der linke Schalter ist für das Bremsen zuständig.

Doch manchmal ist es ratsam, nur den Fuss vom Gas zu nehmen, um nicht allzuviel Zeit liegen zu lassen. Aber das Gefühl dafür werdet Ihr schon selbst herausfinden. Zu den Strecken sei nur soviel gesagt, dass sie sehr gut aussehen, und schön ins Detail gehen. So endet ein Abkürzen des öfteren an einem Stein oder am Baum. Ein weiteres Highlight dieses Titels ist auf jeden Fall die Grafik. Selten war ein Rennspiel so realistisch dargestellt. Man kann wirklich keinen Grafikaufbau im Hintergrund erkennen. Auch sucht man vergebens nach irgendwelchen Grafikblitzern. Bei Geschwindigkeiten von 200 km/h bleibt die Framerate konstant hoch, so dass das Spiel absolut ruckelfrei läuft. Ich muss wirklich sagen, dass ich selten einen Titel getestet habe, bei welchem eigentlich fast alles stimmt. Angefangen von der Optik, über das Fahrverhalten bis hin zur Musik. Der einzige Wehrmutstropfen sind sicherlich die Motorengeräusche der Autos, welche ein wenig schwach auf der Brust daherkommen. Allerdings lassen sich Eure eigenen Songs ins Spiel mit einbauen. Speichert einfach Eure Lieblingslieder auf der Festplatte der Xbox ab. Geht danach in die Optionen bei Rallisport Challenge und wählt den Menü-Punkt "Musik-Abspielliste" und transferiert einfach die Songs von der Xbox ins Spiel. Prima Feature! Dieses Game ist für jeden Racer unter Euch absolutes Pflichtprogramm, aber auch allen anderen kann ich Rallisport Challenge nur ans Herz legen. Ein Spiel wie aus einem Guss.....

Michael Birkle