Xbox  
 
Ultimate Fighting Championship: Tapout
Preis: ca. EUR 65,-

Entwickler:
Crave

Erschienen bei:
UBI Soft

Und wieder ein Videospiel, welches exklusiv für die Xbox erscheint. Da haben sich die Jungs von Microsoft aber mächtig ins Zeug gelegt. Wenn man dagegen die Titel sieht, die nur für den Gamecube erscheinen, sehen die Jungs um Mario und Co. ziemlich alt aus. Nimmt man aber die Verkaufszahlen des Gamecubes, so sieht die Xbox schlecht aus. Tja, soviel zum Streit um den Konsolen-Thron! Es ist jedoch nicht die erste Veröffentlichung zum Thema Ultimte Fighting Championship, denn schon auf dem Dreamcast konntet Ihr euch mächtig auf die Glocke hauen. Nun kommt eben für die Xbox ein neuer Teil heraus, welcher den Titel Ultimate Fighting Championship- Tapout trägt.

Was bedeutet eigentlich UFC? Bei dieser Veranstaltung können die besten Athleten aus der ganzen Welt in einem freien Kampfsstil gegeneinander antreten. Sie wurde im Jahre 1993 ins Leben gerufen und findet mittlerweile grossen Zuspruch in der Öffentlichkeit. Hier steigen Kickboxer, Wrestler, Boxer und andere Hünen in den Ring, selbstverständlich in Leicht- und Schwergewicht aufgeteilt. Allerdings gibt es auch eine offene Gewichtsklasse, bei welcher alle verfügbaren Fighter an den Start gehen. Nachdem wir im Intro reale Kampfszenen zu rockiger Mucke geboten bekommen, erhalten wir im Hauptmenü einige Modis zur Auswahl. Beim Arcade-Modus wählt Ihr zuerst einen Kämpfer aus, um anschließend einen nach dem anderen zu verhauen. Hier ist es auch möglich, neue Kämpfer freizuspielen. Nach meinem fünftem Sieg erhielt ich "The Cat". Geht Ihr jedoch K.O., heisst das Motto "Back to the Roots", und Ihr tretet den Weg zurück an den Start an. Auch wird hier auf den traditionellen Einmarsch der Gladiatoren in den Ring verzichtet, der Ringrichter fragt die Kämpfer lediglich, ob sie bereit sind. Beim UFC-Mode handelt es sich um das offzielle Turnier, bei welchem acht Kämpfer am Start sind. Hier bekommt Ihr dann die volle Packung mit Einmarsch, Ringsprecher usw. Habt Ihr drei Duelle für Euch entscheiden können, seid Ihr der UFC-Champion, und dieser Kämpfer trägt ab sofort eine Krone neben seinem Bild. In den Ringpausen stolziert selbstverständlich eine Schönheit durchs Bild und zeigt uns die nächste Runde mittels Schild elegant an. Des weiteren wäre noch der Schaukampf sowie ein Turnier, welches Ihr selbst zusammenstellen könnt, mit an Bord.

Allen Neulingen kann ich nur dringend raten, sich das Booklet zu schnappen, und sich im Schaukampfmodus mit den Fähigkeiten der Boxer und Co. anzufreunden. Wer jedoch selbst in den Ring steigen möchte, für den haben die Entwickler den "Create Fighter"-Modus eingebaut. Hier ist es möglich, Grösse, Gewicht, Aussehen und Kampfsstil selbst einzustellen. Bastelt Euch den Hünen schlechthin zusammen! Die Kämpfer sowie der Ringrichter befinden sich hinter einem Zaun, mit welchem der Ring abgeriegelt ist. Betrachten wir nun aber einmal die Möglichkeiten der Kämpfer: Hier gibt es keine Tabus, das heisst es wird so lange geprügelt, bis einem die Puste ausgeht, oder man aufgibt. Es wird getreten, geboxt und jede Menge gewrestlet. Habt Ihr Euch für einen Kickboxer entschieden, so ist dieser natürlich wesentlich wendiger als ein Wrestler. Allerdings wirft Euch ein Wrestler natürlich besser durch den Ring. Jeder besitzt jedoch die Möglichkeit, den Gegner zu packen und auf den Boden zu werfen. Nun springt dieser seinem Feind auf den Brustkorb und nimmt ihn quasi in den Schwitzkasten. Seit Ihr einmal in so einer schwierigen Lage, dann dreht einfach den linken Mini-Stick kreisförmig und schickt ein Gebet nach oben.

Wenn es gut geht, könnt Ihr Euch aus dieser Situation befreien. Was Ihr auf jeden Fall beachten solltet ist die Tatsache, dass bei UFC:Tapout blindes Draufhauen ohne Erfolg bleibt. Denn Eure Kraft schwindet, und trifft Euch dann der Gegner zweimal richtig heftig, so ist der Kampf verloren. Also immer mit etwas Vorsicht und viel Köpfchen an die Sache rangehen. Die bunten Tasten des Xbox-Controllers sind mit den Schlägen, Tritten etc. belegt. Einfach ans Booklet klemmen und nachlesen. Also das Fazit dieses Titels aus dem Hause Crave Entertainment ist mit gemischten Gefühlen zu betrachten. Auf alle Fälle kommt die Optik gut rüber. Das Publikum ist voll animiert und feuert die Kämpfer frenetisch an. Diese hören sich zwar wie eine Meute von Girlies an, welche auf die Jungs von Backstreet Boys warten, aber immerhin sorgen sie für Stimmung in der Halle. Das Kampfsystem hat mich aber irgendwie nicht so ganz überzeugt. Es fehlt mir auf Dauer ein wenig die Abwechslung, sprich die Move-Auswahl. Es kann zwar kombiniert und gekontert werden, aber mir persönlich fehlt das gewisse Etwas. Allerdings muss man an dieser Stelle erwähnen, dass sich mehr als 25 Kämpfer im Spiel befinden. Ich denke, für eingefleischte Beat´em Up-Fans dürfte UFC:Tapout nicht so ganz das Richtige sein, jedoch sollten sich aber auf alle Fälle die Box- und Wrestling-Fans diesen Titel ein wenig näher anschauen.

Michael Birkle