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Ace Combat 6 - Fires of Liberation
Preis: ca. EUR 60,-

Entwickler:
Namco Bandai

Erschienen bei:
Atari

Erstmal frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr wünsche ich der Tribe Online Community sowie deren Angehörigen. Das all Eure Wünsche in Erfüllung gehen mögen. Gehen wir nun zum Ace Combat 6 über. Das Spiel, welches aus dem Hause Bandai Games und Namco stammt, ist eine Neuauflage des berühmten Arcade Flug Games. Ihr seid der Pilot der die Hauptstadt und die umliegenden Regionen mit seinen Flügelmännern befreien soll, nachdem in einem Überraschungsangriff alles zerstört und eingenommen wurde. Seid Ihr bereit, Euch dieser Herausforderung zu stellen? Bildschirmtexte und Dokumentation sind auf Deutsch, die Sprachausgabe Englisch.

Das Intro beginnt mit dem Angriff auf die Hauptstadt. Im Tiefflug jagen einige Kampfjets sowie Bomber über die Stadt und legen alles in Schutt und Asche. Grafisch auf jeden Fall gut gelungen und einen Blick wert. Bevor es losgeht, muss erst eine Spieldatei angelegt werden, was einem automatisch angeboten wird. Weiter geht es dann mit Aktualisierungen auf dem X Box Live Marktplatz. Dort können die üblichen Trailer, Demos, Themen und Bildpakete zu dem Game heruntergeladen werden. Aber der eigentliche Grund, warum man direkt dorthin geleitet wird, ist dass man dort modifizierte Flieger und Bomber gegen Microsoft Points eingetauscht werden können.

Selbstverständlich könnt Ihr diese auch freispielen ohne Geld dafür ausgeben zu müssen. Ihr müsst lediglich Eure Missionen mit genügend Abschüssen absolvieren. Das dort verdiente Geld könnt Ihr im Hangar dann aufbrauchen, indem Ihr es für Flieger und Waffen ausgebt. Denn diese Flieger sind nicht so günstig. Der Preis bewegt sich zwischen 200 und 400 Points. Wenn man bedenkt das 2100 Points knapp 25€ im Fachhandel kosten, könnt Ihr Euch ja selber ausrechnen, was ein Top Bomber kosten soll. Aber es gibt auch 3 umsonst. Diese haben das Emblem der Vorgängermodelle aus dem Ace Combat 2 Game. Nach dem Prozedere sind wir nun auf dem Einstellungsbildschirm. Mitwirkende, X Box Live Marktplatz und Spieldaten sind einige der Einstellungen, die dort anzutreffen sind. Bei den Optionen gibt es schon mehr zu verändern. Wie z.B. die Controller Optionen, wo sich der Steuerungstyp, Steuerungsschema, Kamera sowie die Neigung und Anderes ändern lassen.

Weiterhin haben wir noch die Sprach-, Anzeige-, Bildschirm- und Audioeinstellungen. Bei den Audioeinstellungen habe ich erstmals gesehen, dass die einzelnen Boxen des Surround Systems im Spiel angepasst werden können. Bei allen anderen können die Standard Einstellungen getätigt werden. Auch bei den Online Optionen sind es die üblichen Register und Ranglistenoptionen, die anzutreffen sind. Im Kampagnen Menü, sind 3 Untermenüs, welches in 3 Schwierigkeitsstufen, ein Tutorial- und ein Galerie Menü aufgeteilt ist. Das Menü ist schlicht und übersichtlich gestaltet, jedoch nervt die Hintergrundmusik unheimlich. Ein komischer, immer wieder ansteigender Pieps Ton. Bis man alles mal eingestellt hat ist der Nervenzusammenbruch nicht weit weg. Steigen wir nun ins Spiel ein. Zu Beginn sollte das Tutorial angespielt werden um sich mit der Steuerung, der Waffentechnik sowie den Flügelmännerbefehlen vertraut zu machen. Nachdem dies geschehen ist beginnen wir wieder mit derselben Videosequenz aus dem Intro, nur dass es dieses Mal ausführlicher und als ganze Story erzählt wird.

Man sieht an einem schönen Tag wie eine Mutter ihre kleine Tochter zum Schulbus begleitet, der auf dem Weg in ein Museum ist. Das ganze findet in einer Stadt statt, die Gracemeria heißt und gleichzeitig die Hauptstadt ist. Dann der Angriff auf die Stadt, ein unheimliches Chaos bricht aus. Schreie aus allen Richtungen. Die Mutter kann es nicht fassen und macht sich sofort auf die Suche nach ihrer Tochter. Nebenher erzählt sie, dass ihr Mann (ist man nicht selber) bei der Luftwaffe ist und dass er sicher alles wieder regeln wird. Die Sequenz wird abgebrochen und es geht zum Briefing, wo einem das genaue Vorgehen der Mission gesagt wird. Das Menü wird noch mal eingeblendet, wo Veränderungen an den Einstellungen getätigt oder Waffen im Hangar erworben werden können. Mission starten, Flugzeug auswählen, Waffen bestücken und schon sind wir in der ersten Mission. Dies ist eine Luft- Luft Mission in der es gilt, die feindlichen Flieger vom Himmel zu schießen. All das muss in einem bestimmten Zeitraum und ohne großartige Treffer passieren um zur nächsten Mission zu gelangen. Nach Beendigung der ersten Mission wird die Story fortgesetzt.

Jedoch wird ein Vorspann, ähnlich wie bei einem Film der gerade beginnt, in dem die Programmierer vorgestellt werden, abwechselnd angezeigt. Wenn das beendet ist, wird einem mitgeteilt, dass ein neues Tutorial freigespielt wurde. Diese sind dann mit einem Sternchen hinter dem Namen gekennzeichnet. Auch diese sollten einmal angezockt werden um die neuen Fähigkeiten etwas zu trainieren. So kämpft man sich dann von Mission zu Mission bis ans Ziel. Zwischendurch gibt es dann immer noch das ein oder andere Tutorial. Die Kampagnen sind sehr abwechslungsreich und haben die unterschiedlichsten Ziele. Von Luft- Luft zu Luft- Boden sowie einem Mix aus beidem. Bei der Grafik bleibt einem grad die Spucke weg. So was habe ich vorher noch nie gesehen bei einem Vorgänger der Reihe oder gar einer anderen Flugsimulation. Trotz der hohen Geschwindigkeit in dem Spiel gibt es kein nachbauen der Landschaft. Auch die Weitsicht sucht seinesgleichen. Die Landschaft ist so detailgetreu, dass man wirklich das Gefühl hat man säße tatsächlich in einem Flieger. Meines Erachtens wurde das mit Fotorealistischen Details ermöglicht.

Auch die spektakulären Luftschlachten sind perfekt Programmiert. Explosionen vom feinsten. Auch der Flügelmann oder das Verfolgen der abgeworfenen Rakete ist im oberen Bildschirmrand gut dargestellt. Beim Sound gibt es auch nichts auszusetzen. Stimmen und Hintergrundgeräusche sind klar voneinander unterscheidbar. Jedoch ist es etwas blöd, dass in den Filmsequenzen keine Lippenbewegungen der Beteiligten Personen zu sehen sind. Steuerung ist sensibel aber leicht zu handeln, wie es sich für ein anständiges Arcade Game gehört. Ladezeiten sind annehmbar und zeigen einem während dessen hilfreichen Spieltipps. Bei der Story hat man sich auch etwas einfallen lassen. Sie wird schön lange und vor allem sehr gut erzählt. Was mich persönlich etwas gestört und genervt hat, waren die ersten und letzten Sätze im Tutorial. Es waren immer dieselben. Bei der Häufigkeit könnte man sich da ruhig etwas anderes einfallen lassen.

Mein Persönliches Fazit: Klasse Game, wie seine Vorgänger auch schon. Über die zwei kleinen Makel kann man getrost hinwegsehen. Ein Spiel mit sehr viel Action und Spaßpotenzial. Also für jeden Mal eine Überlegung wert, der Freude an Flugzeugspielen hat.

Milan Popovic