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Def Jam Icon
Preis: ca. EUR 60,-

Entwickler:
EA Chicago

Erschienen bei:
Electronic Arts

Hallo zusammen. Hatte die letzte Zeit das Vergnügen das neueste Hip- Hop Beat´Em´Up Game von EA intensiv anzuzocken, den Ferien sei Dank. Kommen wir nun zuerst einmal zu den Menüs und vorhandenen Spieloptionen.

Der Kariere Modus heißt „Build A Label“, in dem man sich seinen eigenen Gamer erstellen kann oder einen vorhandenen auswählen kann. Selbst-verständlich kann man seinen eigenen Style auch in punkto Kleidung verwirklichen. Ziel ist es, sein eigenes Platten Label zu gründen und es in den Charts nach oben zu bringen bis auf Rang 1 der Hitliste. Dieses wird durch Prügel erreicht. Wichtiger aber als Schlagen ist, dass man seine Musik am laufen hält mit dem DJ Modus. Man ist ja ein Künstler aus einer rauen Szene, wo man einen Ruf zu verlieren hat. Wenn man dann andere Künstler unter Vertrag genommen hat, muss man diese mit Geld pushen und in sie investieren.

Je höher die Künstler kommen desto mehr Kohle gibt es zu verdienen. Aber jetzt kommt der Clou. Die Chartplatzierungen kommen erst. wenn man seinen Gegner mit Songs aus seinem Label im Hintergrund schlägt. Hier hat man einen so genannten DJ Modus und Gefahrenzonen eingebaut. Die Gefahrenzonen sind immer mit dem Beat gekoppelt und lösen irgendwelche Gefahren in den Levels aus. Das können Druckwellen von Boxen oder Zapfsäulen, die Explodieren sein und noch viele andere Gefahren, die von Schauplatz zu Schauplatz anders sind. Beim DJ Modus wiederum gibt es zwei Optionen. Jeder Fighter sucht sich vor dem Kampf einen Song aus mit dem er antritt. Dieser Song läuft dann im Hintergrund während des Kampfes, aber Vorsicht, ist es nicht Dein Beat, der im Hintergrund läuft, so bist du schwächer und klarerweise Deinem Gegenüber unterlegen.

So sollte man dann schleunigst schauen, dass der DJ Modus zum Einsatz kommt um das Blatt zu wenden und den Kampf doch noch für sich entscheiden zu können. Mit dem DJ Modus kann man nämlich den Beat des Gegners auf seinen eigenen wechseln, um wieder die Oberhand zu gewinnen. Die zweite und viel häufiger angewendete Option in diesem Modus ist die Aktivierung der Gefahren, die einem sehr von Vorteil ist, wenn man den Gegner in eine der Gefahrenzonen geworfen hat. Es gibt aber für meinen Geschmack wenige Combos und Kampfstile. Wie in jedem Beat´Em´Up Spiel darf der Zwei-Spieler-Modus nicht fehlen. Hier heißt er „Thrown Down“. Einen Kumpel schnappen, zwei Spieler aussuchen und sich ohne Regeln bis zum Ende kloppen. Die Steuerung ist wie in der Karriere sowie in allen anderen Spielmodi auch. Unter „Game Modes“ (Spielmodi) und „Practice“ (Übung) gibt es dann noch die Kategorie „Beating with Bass“ (Kämfe mit Bass). Hier wird der Kampf ohne DJ Modus und Gefahren Aktivieren ausgetragen.

Lediglich der Bass der Musik bestimmt, wann und wie schnell eine Gefahrenzone losgeht. Beim „F.A.C.E.“ erstellt man sich dann seinen eigenen Gamer mit allem worauf man Lust hat, wenn man es nicht schon in der Karriere getan hat. In dem Shop zu dem man geführt wird ist die Auswahl gut. Kleidung, Frisuren, Tattoo´s und Schmuck, von allem was dabei. Und zu guter Letzt kommen die guten alten Optionen die einem helfen, das Game auf sich persönlich zuzuschneiden. Hier werden dann die Musik Lautstärke, Bildhelligkeit, Untertitel und Energieanzeigen verändert. Das Erste was einem Zocker am Startbildschirm gleich auffällt, ist dass der Hintergrund sich mit dem Beat der Musik bewegt, was mir persönlich gut gefallen hat. Auch bei Umsetzung der restlichen Gestaltung des Spiels hat man sich sehr bemüht. Aber es gibt auch noch das ein oder andere Detail, das noch nicht so gut dargestellt wurde, wie z.B. der Schmuck (Ketten, Ringe usw.). Gerade bei den Ketten hätte man sich etwas mehr anstrengen können, denn die wirken aufgesetzt auf den Spieler und stehen immer unheimlich ab. Sogar in den Filmsequenzen. Das gefällt mir persönlich überhaupt nicht. Die restliche Grafik ist ansonsten sehr gut gelungen.

Was auch noch auffällt, ist dass das gesamte Game auf Englisch geschrieben wurde. Sprachausgabe sowie Bildschirmtexte. Für mich persönlich kein so großes Problem. Für die, die nicht so gut Englisch können ist es auch nicht so tragisch. Die Texte sind nicht allzu schwer, so dass man das Spiel auch ohne große Sprachkenntnisse durchspielen kann. Die Sprachausgabe wäre eigentlich auch nicht schlecht, wenn sich die Figuren ohne Hip- Hop Slang unterhalten würden. Ist etwas schwer verständlich. Nicht bei allen, aber bei allen Hip- Hoppern die dabei sind. Und von diesen gibt es 20 Stück in diesem Game, wie z.B. Big Boi, The Game, Redman, Sean Paul, Lil Jon und einige andere noch. Einige muss man Freispielen. Aber wen ich halt auch ganz gerne gesehen hätte, wäre 50 Cent oder Snoop Dogg gewesen, die sie, warum auch immer, weggelassen haben. Die Gelegenheit nutze ich jetzt mal um, auf den Sound des Games zu kommen. Einfach nur Geil, der Hammer! Sehr gute und vor allem relativ viele Tracks, die dem Spiel mitgegeben wurden. Selbstverständlich sind alle Songs von den Künstlern die in dem Game mitwirken. Alles nur Hip- Hop. Das ist aber noch nicht genug.

Man kann in diesem Spiel auch seinen eigenen Soundtrack voll einfliessen lassen, so dass der Hintergrund zu den eigenen Tracks wackelt. Also denke ich wird es zumindest songtechnisch nicht so schnell langweilig. Zur Steuerung gibt es auch nicht viel zu sagen. Man gewöhnt sich schnell daran und wer die Steuerung von Fight Night Round 3 mit dem rechten Analog Stick beherrscht, wird auch keine Probleme haben, von vorneherein harte Treffer zu landen. Ein wenig gewöhnungsbedürftig ist jedoch der DJ Modus. Der Wechsel der Musik erfordert ein wenig Übung. War zumindest bei mir so, aber vielleicht habe ich mich anfangs nur etwas ungeschickt angestellt. Aber wenn man den Dreh mal raus hat macht das Fighten dann richtig Spaß. Im„Soundtrack“ Menü kann man seine eigenen Tracks ins Spiel einfügen. Somit kämpft und aktiviert man die Gefahren zu seinem eigenen Sound. Das gilt dann natürlich für alle Spielmöglichkeiten. Die X Box Live Optionen sind übersichtlich und zahlreich. Lediglich der Verbindungsaufbau zum Server war etwas langsam. Kleiner Tipp noch am Rande: Etwas Übung wäre von Vorteil, bevor man sich in den Onlinekampf wagt. Meine Expedition ins Live Portal wurden mit Prügeln bestraft.

Mein Persönliches Fazit: Bis auf ein paar Kleinigkeiten grafisch ein gut gestaltetes Game, das einen guten Sound mit sich bringt. Lediglich der Dauerspielspaß fehlt mir ein wenig, da es sich oft an denselben Locations abspielt. Ansonsten ein gut gelungenes Game aus dem Hause EA Games.

Milan Popovic