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Harry Potter und der Orden des Phönix
Preis: ca. EUR 60,-

Entwickler:
EA Games

Erschienen bei:
Electronic Arts

Hallo liebe Spiele Freunde,
heute stelle ich Euch das Game zum Film Harry Potter und der Orden des Phönix vor, welches von EA Games und Warner Brothers Interactive Entertainment programmiert wurde.

Es ist wohl Harrys schwerstes Jahr auf der Hogwarts- Schule für Hexerei und Zauberei. Seine Mentoren, die Gemeinschaft der Zauberer, wollen nicht wahrhaben, daß Lord Valdemort zurückgekehrt ist. Den Schülern von Hogwarts wird das üben mit defensiver Zauberei untersagt. Doch Hermine leistet einiges an Überzeugungsarbeit und bringt Harry Potter dazu einige Schüler in der Halle der Wünsche zusammen zu trommeln um sie in defensiver Zauberei zu unterrichten. Die kleine Gruppe nennt sich Dumbledores Armee. Doch Harry merkt auch eine Veränderung an sich.

Kommen wir nun zum Spiel da es weder eine X Box Live noch eine Multiplayer Option gibt. Das was es zum einstellen gibt preist sich während den Einstellungen nach dem Start drücken automatisch an. Es geht los mit einem Zeitungslayout, das sehr schön animiert ist mit sich stetig wechselnden Bildern und Texten. Und da es ja nicht viele Optionen gibt stehen nur „Neues Spiel“ und „Abenteuer fortsetzen“ zur Verfügung. Bei einem neuen Spiel wählt man noch einen von drei Speicherplatzfeldern aus und nimmt seine Änderungen, was die Spielschwierigkeit, den Untertitel und das automatische Speichern angeht, vor. Somit wären die Einstellmöglichkeiten abgeschlossen. Daraufhin folgt ein Intro und wir befinden uns schon im Geschehen.

Harry rettet einen Schüler von den Totfressern von Lord Valdemort. Jedoch gibt es Sanktionen für Harry, da das Zaubern den Schülern nicht gestattet ist. Jedoch hindert ihn das nicht, sich seine Armee zusammenzustellen. Danach geht man durch Hogwarts und löst Aufgaben wie das Zusammentrommeln von Dumbledores Armee und so weiter. Man kommt aber auch nicht weit rum, denn das gesamte Spielgeschehen findet nur in Hogwarts statt. Man erlernt im Spielverlauf auch einige Zaubertricks, die mit dem rechten Analog Stick ausgeführt werden. Durch die erlernten Zauber wiederrum sammelt man Erfahrungspunkte, die Harry stärker werden lassen. Hierbei muss man durch Hogwarts laufen und Sachen reparieren oder schweben lassen, Leuchter und dergleichen entfachen, Pflanzen verbrennen, Teppiche ausklopfen, Bilder wieder an die Wand hängen und einige andere Tätigkeiten, die mit Magie gelöst werden müssen. Knallpoker, Koboldstein, Zauberschach und diverse andere Mini Games gibt es ganz nebenbei auch noch.

Diese sind Spiele im Memory und Murmel Style. Bei der Karte haben die Entwickler nicht viel Einfallsreichtum bewiesen. Es ist eine schlichte Karte mit zwei Auswahlmöglichkeiten wie Aufgaben und Orte. Man wählt dann eines aus und folgt den Schritten auf dem Boden, die einem den Weg weisen. Das mit den Schritten bei der Karte des Rumtreibers wiederrum finde ich persönlich ganz gut, da ja die Karte nicht so gelungen und übersichtlich ist und man mit jener sich schlecht zurechtfindet in Hogwarts. Die Gamevideos lassen sich nur wegdrücken wenn man sie einmal betrachtet hat. Gehen wir jetzt mal zur Sprache, Bildschirmtexten usw. Das gesamte Spiel ist auf Deutsch. Bei der Grafik gibt es ein wenig was rumzunörgeln: Die Akteure sind zwar nahezu realistisch programmiert worden, jedoch trotz HD ist bei den Räumen, Landschaften und Gegenständen häufig, das sich an den Rändern, Ecken und Kanten immer weiße Pixel und Linien abbilden. Doch ansonsten eine recht beeindruckende visuelle Darstellung.

Die schlechte Kameraführung ist ein großes Manko bei dem Game. Während des Gehens oder Laufens lässt sich die Kamera nicht schwenken. Nur im Stehen ist es möglich sich umzusehen, was sehr häufig nerven kann. Der Sound ist ganz gut. Doch trotz Dolby Digital wird man feststellen, dass es immer nur dasselbe zu hören gibt. Figuren und Bilder, die als Zierde oder Durchgang gedacht sind, wiederholen sich nahezu jedesmal. Manche wenige haben zwei oder drei Sprüche auf Lager, doch das ist wenn man ein Weilchen Zocken mag einfach zu wenig.

Mein Fazit: Für Kinder die der Altersfreigabe entsprechen und Fans ist es ganz gut. Auch für ein Spiel, das zu einem Film rausgebracht wurde, ist es ganz passabel. Jedoch die Fehler bei der Grafik und der Kameraführung sowie die sich immer wiederholenden Sounds lassen zu wünschen übrig. Auch ist zu bedenken, dass ich bei ca. 8 Stunden Zockvergnügen schon über 60% des Spiels gemeistert habe. Meines Erachtens zu viel Fortschritt bei zu wenig Zeitaufwand. Vor allem weil man schon Besseres von den Programmierern der zwei Gameherstellern gewöhnt ist.

Milan Popovic