CD-Review  
 
Twice A Man - Clouds
Yellow

Strange Ways

Twice A Man sind Schwedens Synthiepop-Pioniere. Die beeindruckende Bandhistorie geht zurück bis ins Jahr 1979, damals firmierte man unte dem Namen  Cosmic Overdose. Doch sah man in der Heimat keine Zukunft, so beschloss man fortan, Songs mit englischen Texten zu schreiben und die Band in Twice A Man umzubenennen. Das neue Album „Couds“ ist sehr minimalistisch gehalten. Weite Synthieflächen und nur sehr vereinzelte Beats sorgen für ein kühles Ambiente. Viel Platz ist für die Stimmen, für ausgefeilte Arrangements, aber auch für Tristesse. Irgendwie will man über die gesamten 11 Tracks nicht zu Potte kommen. Einerseits ist man froh, dass es auch Definitionen von Synthiepop gibt, die jenseits von belanglosen Arrangements und plumpenn Melodiereigen funktioniert, doch hätte es auch etwas weniger langatmig und dafür mit mehr Höhepunkten sein dürfen. So zieht „Clouds“ träge vorüber, ohne Sonnenstrahlen und Donnerwetter. (CD)