DVD-Review  
 

Goethes Erben - Was war bleibt DVD
Zeitbombe/Strange Ways/Indigo

Mit "Was war bleibt" erscheint die visuelle Umsetzung des Albums "Nichts bleibt wie es war", 14 der 15 Titel (der Track Fleischschuld durfte wegen fehlender FSK-Freigabe nicht mit auf die DVD) erhielten zu Lyrik und Musik eine bildliche Dimension. Der Ablauf der DVD ist identisch mit dem der Album-CD. Aufbereitet wurden die einzelnen Stücke recht unterschiedlich. Einige der Videoclips bekamen eine Storyline, andere wurden mit Visuals oder Collagen aus Liveauftritten und Backstagematerial hinterlegt. Hinzu kommt das reguläre Musikvideo zur Single "Glasgarten" mit Peter Heppner, bekannt von den Musiksendern. Eigentlich sorgte allein schon der akustische Eindruck von Stücken wie "Der Eissturm", "Nichts bleibt wie es war", "Himmelgrau" oder "Zimmer 34" für eine dichte Atmosphäre und intensive Gefühlsregungen. Deshalb habe ich den Eindruck, dass die Bildinformationen der Tragweite des Albums manchmal nicht ganz gerecht werden. Gerade beim Stück "Zimmer 34" hätte ich mir doch eine etwas andere Umsetzung als eine schlichte Live-Adaption gewünscht. Natürlich kann man keine Hollywood-Reife Verfilmung erwarten, was sicher auch nicht im Sinne der Künstler wäre, aber mit einigen hübschen, subtilen Effekten wäre da wohl noch mehr herausgekommen. Auf der zweiten DVD befinden sich 70 Minuten Bonusmaterial, mit etwas ausführlicheren Eindrücken aus Mexico, wo ein Konzert am dortigen Goethe Institut stattfand. Zudem Impressionen vom Wave Gothic Treffen 2002, dem Mera Luna Festival 2001 und der Live-Umsetzung des letzten Albums "Kondition: Macht!". (CD)